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Infektiöse Mononukleose

Letzte Aktualisierung: 20.7.2021

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Die infektiöse Mononukleose (Pfeiffer-Drüsenfieber) wird durch die zu den humanen Herpes-Viren gehörenden und hochkontagiösen Epstein-Barr-Viren (EBV) übertragen. Nach einer Inkubationszeit von einer oder mehreren Wochen kommt es zu einer fieberhaften Angina tonsillaris mit weiß-gräulichen Belägen, einer generalisierten Lymphknotenschwellung und häufig auch zu einer Splenomegalie. Im Blutbild findet sich eine Lymphozytose und im Blutausstrich aktivierte mononukleäre Lymphozyten, die auch Pfeiffer-Zellen genannt werden. Die Therapie ist rein symptomatisch. Zu bedenken ist dabei (zumal häufig die Fehldiagnose der bakteriellen Angina tonsillaris gestellt wird), dass die Gabe von Amoxicillin bzw. Ampicillin zu einem Arzneimittelexanthem führen kann. Komplikationen sind zwar selten, die Epstein-Barr-Viren werden aber mit zahlreichen Malignomen (Morbus Hodgkin, Burkitt-Lymphom, etc.) und chronischer Fatigue in Verbindung gebracht.

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Unter einer Therapie mit Aminopenicillinen (bspw. aufgrund einer Fehldiagnose) kann sich bei infektiöser Mononukleose ein Arzneimittelexanthem entwickeln!

Bei einer Splenomegalie kann es auch immer zu einer lebensbedrohlichen Milzruptur kommen!

Die Verdachtsdiagnose einer infektiösen Mononukleose wird meist klinisch gestellt und kann im Blutbild untermauert werden. Zur Diagnosesicherung dient die Serologie. [3]

Lymphknoten-Histologie

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differentialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Symptomatische Therapie

Bei immunkompetenten Patienten

Komplikationen sind zwar selten, aber schwerwiegend:

Bei immunsupprimierten Patienten

Assoziierte Malignome

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

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Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Louissaint et al.: Infectious mononucleosis mimicking lymphoma: distinguishing morphological and immunophenotypic features In: Modern Pathology. Band: 25, Nummer: 8, 2012, doi: 10.1038/modpathol.2012.70 . | Open in Read by QxMD p. 1149-1159.
  2. Karrer, Nadal: Epstein-Barr-Virus und infektiöse Mononukleose In: Swiss Medical Forum. 2014, .
  3. Berner et al.: DGPI-Handbuch: Infektionen bei Kindern und Jugendlichen. 7. Auflage Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) 2018, ISBN: 978-3-132-40790-9 .
  4. Walther et al.: Die infektiöse Mononukleose In: HNO. Band: 53, Nummer: 4, 2005, doi: 10.1007/s00106-004-1210-1 . | Open in Read by QxMD p. 383-394.
  5. Ebell: Epstein-Barr Virus Infectious Mononucleosis In: American Family Physician. Band: 70, Nummer: 7, 2004, p. 1279-1287.
  6. Womack, Jimenez: Common Questions About Infectious Mononucleosis In: American Family Physician. Band: 91, Nummer: 6, 2015, p. 372-376.
  7. Thomas: Histopathologie: Lehrbuch und Atlas zur Befunderhebung und Differenzialdiagnostik. 14. Auflage Schattauer 2016, ISBN: 978-3-794-52429-7 .
  8. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  9. Mertens et al. (Hrsg.): Diagnostik und Therapie von Viruserkrankungen - Leitlinien der Gesellschaft für Virologie. 2. Auflage Urban & Fischer 2004, ISBN: 3-437-21971-5 .
  10. Mayatepek: Pädiatrie. 1. Auflage Urban & Fischer 2007, ISBN: 3-437-43560-4 .
  11. Muntau: Intensivkurs Pädiatrie. 3. Auflage Urban & Fischer 2003, ISBN: 3-437-43390-3 .
  12. Thomas: Labor und Diagnose. 6. Auflage TH-Books Verlagsgesellschaft 2005, ISBN: 3-980-52155-9 .