• Klinik

Humerusfraktur (Oberarmfraktur)

Abstract

Die zumeist durch direktes oder indirektes Trauma entstandene Oberarmfraktur wird je nach Lokalisation in einen Bruch des Humeruskopfes, des Schafts oder des distalen Knochens unterteilt. Zu beachten sind insbesondere bei der Humeruskopffraktur mögliche Begleitverletzungen wie die Läsion des Nervus axillaris oder – bei der Humerusschaftfraktur – des Nervus radialis.

Von der subkapitalen Humerusfraktur sind vor allem ältere Menschen betroffen, während die suprakondyläre Humerusfraktur in der Regel bei Kindern auftritt. Die einzelnen Frakturen können entweder konservativ oder operativ versorgt werden. Bei der operativen Versorgung kommen unter anderem Plattenosteosynthese, Spickdrahtosteosynthese und Marknagelung als Verfahren zum Einsatz.

Ätiologie

Klassifikation

Humeruskopffraktur

Humerusschaftfraktur

  • Nach Lokalisation
    • Proximales Drittel
    • Mittleres Drittel (häufigste Lokalisation)
    • Distales Drittel

Distale Humerusfraktur

  • Einteilung nach anatomischer Lokalisation
    • Lateral/medial
    • Suprakondylär
  • Klassifikation nach Müller
    • Gruppe A (extraartikulär): Supra- oder perkondyläre Fraktur (Abriss der Epikondylen)
    • Gruppe B (intraartikulär unikondylär): Fraktur des lateralen oder medialen Kondylus
    • Gruppe C (intraartikulär bikondylär): Fraktur mit Gelenkbeteiligung, evtl. Y-Form
    • Absprengungsfraktur der Trochlea oder des Capitulum humeri

Symptome/Klinik

Insbesondere bei Frakturen des mittleren Drittels ist der N. radialis, der im Sulcus nervi radialis des Oberarms verläuft, gefährdet!

Diagnostik

Klinische Untersuchung

Bildgebung

Therapie

Konservative Therapie

  • Indikation: Unkomplizierte, geschlossene (insbesondere eingestauchte, subkapitale) Humerusfrakturen
  • Durchführung
    • Desault-Verband oder Gilchrist-Verband für ca. 1 Woche mit anschließender Röntgenkontrolle
    • Bei fehlenden Dislokationszeichen erfolgt die frühfunktionelle Behandlung in Form von Pendelbewegungen

Operative Therapie

Komplikationen

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.