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Dehydratation

Letzte Aktualisierung: 7.5.2021

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Eine Dehydratation beschreibt ganz allgemein einen Zustand des verringerten Wasserhaushalts, von dem oft ältere Menschen betroffen sind, die zu wenig trinken. Trockene Schleimhäute und eine Kreislaufinstabilität begünstigen dann Infektionen und Stürze. Ursächlich kommt neben mangelnder Zufuhr von Flüssigkeit auch ein übermäßiger Verlust oder Verbrauch in Frage. So kann bspw. das erste Symptom eines Diabetes mellitus eine Exsikkose sein, die durch eine Glucosurie mit osmotischer Diurese entsteht.

Therapeutisch ist ein Ausgleich unter Beachtung des Elektrolythaushalts und bestehender Grunderkrankungen wichtig. Liegt eine Abweichung des Serum-Natriumwertes vor, kann ein zu schneller Ausgleich zu einem Hirnödem bzw. einer osmotischen Myelinolyse führen. Patienten mit Niereninsuffizienz können bei zu hoher Kaliumzufuhr eine lebensbedrohliche Hyperkaliämie entwickeln, bei Herzinsuffizienz droht durch eine zu schnelle Flüssigkeitssubstitution ein Lungenödem.

  • Dehydratation: Abnahme der Extrazellularflüssigkeit und – je nach Form – Veränderung der Intrazellularflüssigkeit [1]
Formen der Dehydratation
Verlust von Natrium und Wasser Extrazellularflüssigkeit Intrazellularflüssigkeit Serum-Natriumkonzentration
Isotone Dehydratation Im gleichen Verhältnis Unverändert Unverändert
Hypotone Dehydratation Natriumverlust stärker als Wasserverlust ↓ (siehe: Hyponatriämie)
Hypertone Dehydratation Wasserverlust stärker als Natriumverlust ↑ (siehe: Hypernatriämie)

Allen Formen der Dehydratation ist eine Abnahme der Extrazellularflüssigkeit gemein! Die Intrazellularflüssigkeit ist je nach Form unterschiedlich, da sie von der Natriumkonzentration im Serum abhängt (Körperwasser folgt dem osmotischen Gradienten).

Übersicht

Spezifische Ursachen der verschiedenen Formen von Dehydratation

Isotone Dehydratation [1]

Hypotone Dehydratation [1]

Hypertone Dehydratation [1]

Ursächlich ist entweder ein vermehrter Flüssigkeitsverlust oder eine mangelnde Flüssigkeitszufuhr!

Vorsichtiger Ausgleich bei Herzinsuffizienz - zu rasche Flüssigkeitsgabe kann zu einer kardialen Dekompensation führen!

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Herold et al.: Innere Medizin 2020. Herold 2020, ISBN: 978-3-981-46609-6 .
  2. Gerok: Die Innere Medizin. 11. Auflage Schattauer 2007, ISBN: 978-3-794-52222-4 .