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Mumps

Letzte Aktualisierung: 20.7.2021

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Bei Mumps handelt es sich um eine durch das Mumpsvirus ausgelöste und durch Tröpfcheninfektion verbreitete hochansteckende Infektionskrankheit, die hauptsächlich Kinder im Alter von 2 bis 15 Jahren betrifft. Als typisches Symptom zeigt sich bei einem Teil der Betroffenen eine erst einseitige und im Verlauf meist beidseitige Parotitis mit charakteristischer schmerzhafter teigiger Schwellung der Speicheldrüsen bei leichtem Fieber. Der Übergang vom Gesicht zum Hals ist oft ausgeprägt geschwollen, gelegentlich stehen die Ohrläppchen ab. Darüber hinaus kann das Mumpsvirus zu Pankreatitis, Orchitis, seröser Meningitis, Meningoenzephalitis und anderen selteneren Manifestationen führen. Zeugungsunfähigkeit und bleibende Hörschäden sind seltene gefürchtete Komplikationen. Bei gut der Hälfte der Betroffenen verläuft Mumps asymptomatisch oder geht lediglich mit Zeichen eines leichten grippalen Infekts einher. Seit Einführung der Impfung ist die Inzidenz deutlich rückläufig. Eine spezifische Therapie existiert nicht. Der beste Schutz ist die Impfung mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Mumps, Masern und Röteln (sowie ggf. Varizellen). Nach durchgemachter Erkrankung besteht lebenslange Immunität.

  • Geschlecht: >
  • Erkrankung tritt hauptsächlich im Alter von 2 bis 15 Jahren auf

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Auch asymptomatische Verläufe sind infektiös!

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differentialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Symptomatische Therapie

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Bei komplikationslosem Verlauf gute Prognose, nur selten chronischer Verlauf
  • Mögliche Folgeschäden von den Komplikationen abhängig

Mumps-Impfung [1][2]

Die STIKO empfiehlt allen Kindern (im Alter von 11 Monaten17 Jahren) die Grundimmunisierung gegen Mumps als Standardimpfung (siehe auch: STIKO-Impfkalender ).

Postexpositionsprophylaxe bei Mumps[1]

Weitere Maßnahmen

  • Ausschluss aus Gemeinschaftseinrichtungen
    • Erkrankte: Für mind. 5 Tage bzw. bis zum Abklingen der Symptome
    • Kontaktpersonen: Für 18 Tage (mittlere Inkubationszeit), bis kein Übertragungsrisiko mehr besteht
    • Ein schriftliches ärztliches Attest zur Wiederzulassung ist nicht erforderlich
  • Im Krankenhaus: Isolierung von Erkrankten

  • Arztmeldepflicht nach § 6 IfSG
    • Namentliche Meldepflicht bei Verdachts-, Krankheits- oder Todesfällen
  • Labormeldepflicht
  • Meldepflicht für Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen nach § 33 und § 34 (6) IfSG
    • Namentliche Meldepflicht bei Verdachts- und Krankheitsfällen

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Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Mumps, RKI-Ratgeber für Ärzte. Stand: 20. Dezember 2013. Abgerufen am: 9. Oktober 2017.
  2. Epidemiologisches Bulletin 34/2020. Stand: 20. August 2020. Abgerufen am: 14. September 2020.
  3. Sitzmann: Duale Reihe Pädiatrie. 3. Auflage Thieme 2006, ISBN: 978-3-131-25332-3 .
  4. Hoffmann: Crashkurs Pädiatrie. 2. Auflage Urban & Fischer 2003, ISBN: 978-3-437-43200-2 .
  5. Koletzko: Pädiatrie. 13. Auflage Springer 2007, ISBN: 978-3-540-48632-9 .
  6. Lentze et al.: Pädiatrie Grundlagen und Praxis. 2. Auflage Springer 2003, ISBN: 3-540-43628-6 .
  7. Scholz et al.: DGPI Handbuch: Infektionen bei Kindern und Jugendlichen. 4. Auflage futuramed 2003, ISBN: 3-923-59990-0 .
  8. Kliegman et al.: Nelson Textbook of Pediatrics. 19. Auflage Elsevier 2011, ISBN: 978-1-437-70755-7 .
  9. Impfkalender (Standardimpfungen) für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Stand: 23. August 2018. Abgerufen am: 30. Oktober 2018.