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Tremor

Letzte Aktualisierung: 18.8.2021

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Ein Tremor beschreibt rhythmische Bewegungen einer oder mehrerer Körperteile, die sich in ihrer Erscheinungsform sehr unterscheiden können. Es werden im Wesentlichen Ruhe-, Halte- und Zieltremor unterschieden, wobei letzterer Zeichen für eine Kleinhirnläsion ist. Typische Erkrankung für einen Haltetremor ist der essentielle Tremor, der familiär gehäuft auftritt und sich insbesondere dadurch auszeichnet, dass er sich in Stresssituationen verstärkt und durch moderaten Alkoholkonsum mildert. Der Ruhetremor ist eines der Leitsymptome des idiopathischen Parkinson-Syndroms und ist gekennzeichnet durch einen während körperlicher Ruhe auftretenden, asymmetrisch ausgeprägten, feinschlägigen Tremor der Extremitäten, der sich ebenfalls in Stresssituationen verstärkt. Eine Sonderform stellt der orthostatische Tremor dar, der bei längerem Stand die Beinmuskeln betrifft, zu Standunsicherheit führt und oft nur elektrophysiologisch nachweisbar ist.

  • Ruhetremor: Tremor, der bei körperlicher Entspannung auftritt und bei mentaler Anspannung zunimmt
  • Aktionstremor: Tremor, der bei aktiven Bewegungen eintritt
    • Haltetremor: Tremor, der eintritt, wenn eine bestimmte Körper-Stellung durch Muskelarbeit gegen die Schwerkraft gehalten werden muss
  • Epidemiologie: Häufigkeitsgipfel im 40. Lebensjahr
  • Ätiologie: Bei ca. 60% ergeben sich Hinweise auf eine Vererbung. Die zugrunde liegenden genetischen Ursachen sind jedoch noch nicht identifiziert.
  • Klinik
    • Meist symmetrischer Haltetremor (Armvorhalteversuch) mit einer Frequenz von 5–10/s
      • Langsam progredienter Verlauf
      • Kurzzeitige Besserung nach Alkoholkonsum
      • Verschlechterung in Stresssituationen
    • Bei 50% der Patienten liegt zusätzlich ein Zieltremor, bei 15% ein Ruhetremor vor.
    • Lokalisation: Hände (ca. 90%), Kopf (ca. 30%; sog. Ja-Ja- oder Nein-Nein-Tremor), Stimme (ca. 15%), Zunge
  • Diagnostik
  • Therapie
  • Epidemiologie
    • Selten
    • Geschlecht: >
    • Manifestationsalter: Meist ab dem 60. Lebensjahr
  • Ätiologie: Unbekannt
  • Klinik
    • Vor allem bei längerem Stehen kommt es zu:
      • Subjektiver Standunsicherheit und Stürzen
      • Gefühl des Bebens der Beine
  • Diagnostik
    • Klinische Untersuchung
      • Gelegentlich ist ein (synchrones) Zittern der Beine zu sehen oder zu tasten
    • Apparative Diagnostik
      • Oberflächenelektromyografie der Beine im Stehen mit Nachweis eines 13–18-Hertz-Tremors
  • Therapie

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Mumenthaler, Mattle: Neurologie. 12. Auflage Thieme 2008, ISBN: 978-3-133-80012-9 .
  2. Masuhr, Neumann: Duale Reihe Neurologie. 6. Auflage Thieme 2007, ISBN: 978-3-131-35946-9 .
  3. S1-Leitlinie Tremor. Stand: 1. September 2012. Abgerufen am: 15. Oktober 2017.