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Perioperativer Myokardinfarkt

Letzte Aktualisierung: 18.3.2026

Zusammenfassungtoggle arrow icon

Der perioperative Myokardinfarkt tritt intra- oder postoperativ innerhalb von 30 Tagen auf und ist durch die allgemeinen Kriterien eines akuten Myokardinfarkts definiert. Insg. beträgt die Inzidenz ca. 0,3%, wobei etwa 75% der Fälle auf ein myokardiales Sauerstoffdefizit zurückzuführen sind (Myokardinfarkt Typ 2). Die Diagnostik ist dadurch erschwert, dass im perioperativen Setting häufig typische klinische Symptome fehlen. Bei einer Troponinerhöhung und mind. einem weiteren Hinweis auf eine Myokardischämie im EKG, in der Blutdruckmessung oder in der Echokardiografie ist ein kardiologisches Notfallkonsil indiziert. Neben supportiven Maßnahmen (insb. zur Optimierung der Hämodynamik) sollte individuell eine Therapie mit ASS, Statinen und Betablockern geprüft werden.

Davon abzugrenzen ist der perioperative Myokardschaden ohne Infarkt. Dieser ist durch eine Troponinerhöhung ohne infarkttypische Symptome oder EKG-Veränderungen gekennzeichnet. Die Inzidenz ist mit bis zu 25% deutlich höher als die des perioperativen Myokardinfarkts, und auch hier besteht eine deutliche Assoziation mit einer erhöhten Mortalität. Entsprechend ist eine engmaschige Überwachung inkl. einer sequenziellen Troponinbestimmung essenziell zur Entscheidung über das weitere Vorgehen.

Präventive Maßnahmen sind in beiden Fällen essenziell. Dies beinhaltet eine sorgfältige präoperative Einschätzung des kardialen Risikos, sowie – bei erhöhtem Risiko – eine präoperative Optimierung und angepasste Narkoseführung.

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Definitiontoggle arrow icon

Perioperativer Myokardschaden

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Perioperativer Myokardschaden ohne Infarkttoggle arrow icon

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Epidemiologietoggle arrow icon

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

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Ätiologietoggle arrow icon

Die Ätiologie eines perioperativen Myokardinfarkts ist multifaktoriell, wobei sich patientenabhängige Risikofaktoren nur schwer beeinflussen lassen!

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Pathophysiologietoggle arrow icon

Im Gegensatz zum Myokardinfarkt Typ 1 kann das Risiko für einen Myokardinfarkt Typ 2 durch adäquates anästhesiologisches Management relevant beeinflusst werden!

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Diagnostiktoggle arrow icon

Bei Troponinerhöhung und Vorhandensein von mind. einem weiteren Anzeichen für einen perioperativen Myokardinfarkt ist ein kardiologisches Notfallkonsil indiziert!

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Differenzialdiagnosentoggle arrow icon

Beim perioperativen Troponinanstiegs kommen kardiale und nicht-kardiale Ursachen infrage!

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Therapietoggle arrow icon

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Präventiontoggle arrow icon

Es gibt eine deutliche Assoziation zwischen perioperativer Hypotonie und perioperativer Letalität! [1]

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