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Aortenklappeninsuffizienz

Last updated: 22.12.2020

Abstract

Die Aortenklappeninsuffizienz stellt eine Schlussunfähigkeit der Aortenklappe dar, die einen Rückstrom von Blut aus der Aorta in den linken Ventrikel während der Diastole zur Folge hat. Es gibt akute (meist nach bakterieller Endokarditis) und chronische (z.B. angeborene bikuspide Klappe) Verlaufsformen, wobei akute Varianten meist zu einer raschen Verschlechterung mit Lungenödem und kardialer Dekompensation führen. Eine chronische Aortenklappeninsuffizienz bleibt oft lange kompensiert, symptomatisch wird sie erst durch die Entwicklung einer zunehmenden Linksherzinsuffizienz. Auskultatorisch zeigt sich typischerweise ein Protodiastolikum („Sofortdiastolikum“). Ein wegweisender diagnostischer Hinweis ist außerdem die große Blutdruckamplitude. Die Therapie der Erkrankung kann bei asymptomatischen Patienten konservativ durchgeführt werden, wohingegen eine höhergradige Einschränkung der Pumpfunktion – wenn möglich – durch operativen Klappenersatz behandelt werden sollte.

Ätiologie

Pathophysiologie

Symptome/Klinik

Diagnostik

Für detailliertere Informationen siehe: Körperliche Untersuchung in der Kardiologie.

Therapie

Konservativ [1][2]

Operativ [1][2][3]

Prognose

  • Asymptomatische Patienten haben eine gute Prognose
  • Bei hochgradiger bzw. symptomatischer Aortenklappeninsuffizienz ist die Prognose (auch nach operativer Therapie) deutlich schlechter [2]

Fahrtauglichkeit bei Aortenklappeninsuffizienz

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2021

  • I35.-: Nichtrheumatische Aortenklappenkrankheiten
    • Exklusive: Als angeboren bezeichnet (Q23.0, Q23.1, Q23.4Q23.9); Als rheumatisch bezeichnet (I06.‑); Hypertrophische Subaortenstenose (I42.1); Nicht näher bezeichnete Ursache, jedoch mit Angabe von Mitralklappenkrankheiten (I08.0)
    • I35.1: Aortenklappeninsuffizienz
      • Aortenklappen:
        • Insuffizienz o.n.A. oder näher bezeichnete Ursache, ausgenommen rheumatisch
        • Regurgitation o.n.A. oder näher bezeichnete Ursache, ausgenommen rheumatisch
    • I35.2: Aortenklappenstenose mit Insuffizienz
  • I06.-: Rheumatische Aortenklappenkrankheiten Exklusive: Nicht als rheumatisch bezeichnet (I35.‑)
    • I06.1: Rheumatische Aortenklappeninsuffizienz
    • I06.2: Rheumatische Aortenklappenstenose mit Insuffizienz
  • Q23.-: Angeborene Fehlbildungen der Aorten- und der Mitralklappe
    • Q23.1: Angeborene Aortenklappeninsuffizienz

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

Quellen

  1. Baumgartner et al.: 2017 ESC/EACTS Guidelines for the management of valvular heart disease In: European Heart Journal. 2017, doi: 10.1093/eurheartj/ehx391 . | Open in Read by QxMD .
  2. Daniel et al.: Klappenvitien im Erwachsenenalter In: Clinical Research in Cardiology. Band: 95, Nummer: 11, 2006, doi: 10.1007/s00392-006-0458-8 . | Open in Read by QxMD p. 620-641.
  3. ESC Pocket Guidelines Herzklappenerkrankungen (Version 2012). Stand: 1. Januar 2012. Abgerufen am: 21. März 2017.
  4. Overbeck: Ist TAVI auch bei isolierter Insuffizienz der nativen Aortenklappe eine Option? In: Kardiologie.org. 2017, .
  5. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  6. Flasnoecker (Hrsg.): TIM, Thieme's Innere Medizin. 1. Auflage Thieme 1999, ISBN: 978-3-131-12361-9 .