• Klinik

Rheumatologische Antikörperdiagnostik

Abstract

Der Antikörperdiagnostik kommt in der rheumatologischen Differentialdiagnostik eine bedeutende Rolle zu. Es wird zwischen Antikörpern gegen nukleäre Antigene (ANA) und gegen zytoplasmatische Antigene (ANCA) unterschieden. Beide Antikörper sind zwar bei vielen rheumatischen Erkrankungen nachweisbar, jedoch ist eine ANA-Erhöhung typisch für Kollagenosen und eine ANCA-Erhöhung für Vaskulitiden. Durch Bestimmung von spezifischen ANA, ENA genannt, kann die Diagnose weiter eingegrenzt werden.

Antinukleäre Antikörper (ANA)

Eine entzündlich-rheumatische Erkrankung soll als Diagnose nicht verworfen werden, nur weil die Laborwerte (Entzündungsmarker, Serologie) normal sind. (DGIM - Klug entscheiden in der Rheumatologie)

Eine Behandlung von Laborparametern (zum Beispiel RF positiv, ANA positiv) ohne passende Klinik soll nicht erfolgen. (DGIM - Klug entscheiden in der Rheumatologie)

Kollagenose Spezifischer ENA Weitere Autoantikörper

Lupus erythematodes

SLE
  • Anti-Sm (Smith)
SCLE
  • Anti-Ro (SS-A)
  • Anti-La (SS-B)
Systemische Sklerodermie
Sjögren-Syndrom
  • Anti-Ro (SS-A)
  • Anti-La (SS-B)
Polymyositis und Dermatomyositis
  • Anti-Jo1
  • Anti-Mi-2
Sharp-Syndrom
  • Anti-U1 RNP

Antineutrophile zytoplasmatische Antikörper (ANCA)

  • Kurzbeschreibung
  • Bewertung
    • Typisch ist eine Erhöhung für Vaskulitiden, atypische Fluoreszenzmuster des pANCA spielen eine wichtige Rolle in der Diagnostik der PSC
Spezifischer ANCA Erkrankung
cANCA
(Proteinase-3-AK)
pANCA
(Myeloperoxidase-AK)
Atypische pANCA

"WC" = Bei "W"egener (= Granulomatose mit Polyangiitis) ist eine "c"ANCA-Erhöhung typisch!