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Phosphodiesterase-Hemmer (PDE-Hemmer)

Abstract

Phosphodiesterase-Hemmer (PDE-Hemmer) werden nach ihrer spezifischen Enzymhemmung unterschieden. Während PDE-V-Hemmer bei erektiler Dysfunktion und pulmonal-arterieller Hypertonie zum Einsatz kommen, werden PDE-III-Hemmer in der Akuttherapie der schweren Herzinsuffizienz eingesetzt. Beide Gruppen haben eine periphere vasodilatatorische Wirkung gemein, während PDE-III-Hemmer auch eine positive Inotropie am Myokard bewirken. PDE-V-Hemmer sollten bei kardial vorbelasteten Patienten mit einer strengen Indikationsstellung rezeptiert werden, da in seltenen Fällen schwere Komplikationen (z.B. Myokardinfarkt) drohen. Eine Kombination aus PDE-V-Hemmern und Nitraten ist aufgrund der Möglichkeit einer vitalbedrohlichen Hypotension streng kontraindiziert.

Wirkung

Wirkstoffe Beispielindikationen Erwünschte Wirkung
Unspezifischer Phosphodiesterase-Hemmer (Hemmer der PDE-II, -IV und -V)
  • Unspezifische Phosphodiesterase-Hemmung und Adenosin-Rezeptor-Blockade
    • → Hemmung proinflammatorischer Mediatoren und Verlangsamung des fibrotischen Umbaus in der Lunge
    • → Relaxation der Bronchialmuskulatur
Phosphodiesterase-III-Hemmer (PDE-III-Hemmer)

Erhöhung von cAMP durch Hemmung des abbauenden Enzyms

Phosphodiesterase-IV-Hemmer (PDE-IV-Hemmer)
Phosphodiesterase-V-Hemmer (PDE-V-Hemmer)

PDE-V-Hemmer werden (zur Therapie der erektilen Dysfunktion) derzeit nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt!

Nebenwirkung

Patienten, die Phosphodiesterase-V-Hemmer eingenommen haben, dürfen bei instabiler Angina pectoris, akutem Koronarsyndrom und Myokardinfarkt keine Nitrate erhalten (lebensbedrohliche Blutdruckabfälle)!

Es werden die wichtigsten Nebenwirkungen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Indikation