• Klinik

Kaliumsparende Diuretika

Abstract

Aldosteron ist das wichtigste Mineralcorticoid im menschlichen Organismus. Es bewirkt in der Niere über die Expression von bestimmten Kanälen eine vermehrte Natrium- und Wasserresorption und steigert die Kaliumelimination. Neben einem primären Hyperaldosteronismus führen Herzinsuffizienz sowie Leberzirrhose zu einer sekundären Erhöhung dieses Hormons. Um einem dadurch auftretenden Bluthochdruck entgegenzuwirken bzw. Ödeme und Aszites auszuschwemmen, werden Aldosteronantagonisten verordnet. Im Rahmen der Herzinsuffizienz besitzt die Therapie sogar einen günstigen Effekt auf die Prognose der Erkrankung und ist daher bereits in frühen Stadien empfohlen. Führt das Standardpräparat Spironolacton zu Gynäkomastie bzw. Amenorrhö, wird auf das nebenwirkungsärmere Eplerenon umgestellt. Weiterhin muss der Serumkaliumwert regelmäßig kontrolliert werden, da die Gefahr einer Hyperkaliämie besteht.

Die kaliumsparenden aldosteronunabhängigen Diuretika (Triamteren und Amilorid) werden in erster Linie in Kombination mit Thiaziddiuretika eingesetzt, da sie den kaliuretischen Effekt der Thiazide ausgleichen.

Wirkstoffe und Dosierungshinweise

Spironolacton

Wirkstoff Spironolacton (z.B. Aldactone®----------)
Applikation
  • p.o.
Standarddosierungen und Indikationen
Zu beachten
Kontraindikationen
Dosisanpassungen
Gravidität/Stillzeit
  • Gravidität: Nicht empfohlene Substanz während der Schwangerschaft
  • Stillzeit: Unter Nutzen-Risiko-Abwägung eingeschränkt verwendbar
Anwendung bei Kindern
  • Initial 1,5–3,0 mg/kgKG/Tag verteilt auf mehrere Dosen

Eplerenon

Wirkstoff Eplerenon (z.B. Inspra®-------, Eplerenon AbZ®----)
Applikation
  • p.o.
Standarddosierung
  • Eplerenon 25 mg p.o. 1-0-0, Steigerung nach 4–8 Wochen auf Eplerenon 50 mg p.o. 1-0-0 bei guter Verträglichkeit
Indikationen
Zu beachten
Kontraindikationen
Dosisanpassungen
  • Niereninsuffizienz
    • Kontraindikation ab GFR <30 mL/min
    • GFR 30–50 mL/min: Maximaldosis 25 mg/Tag
  • Leberinsuffizienz: Kontraindikation bei schweren Leberfunktionsstörungen
Gravidität/Stillzeit
  • Gravidität: Unzureichende Datenlage
  • Stillzeit: Unzureichende Datenlage
Anwendung bei Kindern
  • Unzureichende Datenlage

Keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Die Angaben erfolgen nach sorgfältigster redaktioneller Recherche. Insbesondere aktuelle Warnhinweise und veränderte Empfehlungen müssen beachtet werden. Soweit nicht anders genannt, beziehen sich die genannten Empfehlungen auf Erwachsene.

Übersicht

Substanzklasse Substanzen Wichtige Fakten
Aldosteronantagonisten
Kaliumsparende aldosteronunabhängige Diuretika

Wirkung

  • Gemeinsame Endstrecke: Na+-Kanäle im distalen Tubulus und den proximalen Sammelrohren
    • Triamteren und Amilorid hemmen diese Kanäle direkt (Wirkung luminal, also über den Harn )
      • Schneller Eintritt der Wirkung
    • Aldosteronantagonisten hemmen über die Bindung am Aldosteronrezeptor die Expression dieser Kanäle sowie basolateraler Na+-K+-ATPasen (Wirkung über den Blutweg)
      • Verzögerter Eintritt der Wirkung (Beginn nach ≥24 Stunden, volle Wirkung erst nach einigen Tagen)
      • Wirkung ist abhängig von der Anwesenheit von Aldosteron
  • Auswirkung
    • Verminderte Natrium-Resorption führt zu einer geringeren Kalium-Sekretion: Serumnatrium↓, Serumkalium↑
    • Geringer diuretischer Effekt

Nebenwirkung

Es werden die wichtigsten Nebenwirkungen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Indikation

Aldosteronantagonisten

Triamteren und Amilorid

Kontraindikation

Es werden die wichtigsten Kontraindikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.