
AMBOSS hat die Gewinnerprojekte der AMBOSS-Awards 2026 bekannt gegeben. Die Awards würdigen Projekte aus den Bereichen Patientenversorgung, Fort- und Weiterbildung sowie Pflege, die mit innovativen Ansätzen einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens leisten. Die ausgezeichneten Initiativen setzen dabei neue Impulse für die medizinische Praxis und interprofessionelle Zusammenarbeit.
In der Kategorie Transforming Patient Care wird das aus der Schweiz stammende Projekt Spital zuhause des Vereins hospitales ausgezeichnet. Das innovative Versorgungskonzept ermöglicht es hospitalisierungsbedürftigen Patient:innen, eine akutmedizinische Behandlung auf vollem Spitalniveau im eigenen, vertrauten Zuhause zu erhalten. Ein mobiles interprofessionelles Team sichert gemeinsam mit modernem telemedizinischen Monitoring die Behandlungsqualität. Der Ansatz fördert die Autonomie der Patient:innen, senkt klinische Risiken wie Delir und entlastet gleichzeitig spürbar die Kapazitäten überfüllter Krankenhäuser.

Die Kategorie Advanced Lifelong Learning geht an das Trainingssystem Teamergency. Das von Mediziner:innen der Steiermärkischen Krankenanstalten (KAGes) entwickelte System integriert kurze, hochfrequente In-situ-Notfalltrainings nach dem Prinzip „low dose – high frequency“ direkt in den klinischen Schichtbetrieb. Ohne den Tagesbetrieb zu belasten, üben interprofessionelle Kleingruppen kritische Szenarien direkt am eigenen Arbeitsplatz und mit dem gewohnten Equipment. Wissenschaftliche Begleituntersuchungen bescheinigen dem System eine signifikante Steigerung der Handlungssicherheit sowie einen nachhaltigen Abbau von Hierarchiebarrieren.

In der Kategorie Excellence in Nursing wird die AG Lehre der Viszeralchirurgie Köln des CeMIT Cologne für das gemeinsam mit der Lindenburg Akademie entwickelte Projekt ausgezeichnet. Das CeMIT verfügt über eines der bundesweit größten Virtual-Reality-Labore Deutschlands und hat interprofessionelle Multiplayer-Simulationen fest im Pflichtcurriculum verankert. Pflegeschüler:innen und Medizinstudierende trainieren hier in angeglichenen Stundenplänen gemeinsam komplexe Notfälle und geburtsmechanische Prozesse im virtuellen Raum. Durch das gemeinsame Lernen und strukturierte Debriefings stärkt das Projekt die Pflegestandards und etabliert eine moderne, von gegenseitigem Verständnis geprägte Kommunikationskultur im Klinikalltag.

Die AMBOSS-Awards zeigen auch in diesem Jahr eindrucksvoll, dass echter Wandel im Gesundheitswesen durch Menschen entsteht, die aktiv Verantwortung übernehmen. Ob durch den Einsatz virtueller Realität in der Ausbildung, das Etablieren neuer, lebensnaher Behandlungssettings oder die Integration evidenzbasierter Notfalltrainings in den Arbeitsalltag – die prämierten Projekte beweisen, wie zukunftsfähige Medizin ganz konkret gestaltet werden kann.
Weitere Informationen zu den Gewinnerprojekten und ihren Hintergründen unter: www.amboss.com/de/award/gewinner26

Die Wissensplattform AMBOSS stellt medizinischem Personal und Studierenden sekundenschnell leitliniengerechte und fachgebietsübergreifende Behandlungsempfehlungen und Fortbildungen zu Verfügung. Zahlreiche Universitäten, Kliniken und Praxen bieten ihren Mitarbeitenden mittlerweile AMBOSS als digitales Nachschlagewerk und klinische Entscheidungshilfe an. Allein in Deutschland nutzen über 125.000 Ärztinnen und Ärzte AMBOSS.
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Dr. Patricia Hinske | Chief of Clinical Innovation
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