• Klinik

Rhabdomyolyse und Crush-Syndrom (myorenales Syndrom…)

Abstract

Das Crush-Syndrom (auch „myorenales Syndrom“ genannt) entsteht durch einen ausgeprägten Zerfall von Muskulatur (Rhabdomyolyse). Ursächlich für die Rhabdomyolyse sind häufig Traumata mit Muskelverletzungen (Quetschungen), aber auch endogene Ursachen wie Muskelischämien, Medikamentennebenwirkungen oder maligne Hyperthermie. Dies führt zu einem starken Anstieg von Kreatinkinase und Myoglobin im Serum, was wiederum einen toxischen Effekt auf die Niere ausübt und bis zum akuten Nierenversagen (Crush-Niere) führen kann. Therapeutisch stehen die Gabe von Schleifendiuretika und die forcierte alkalische Diurese im Vordergrund.

Definition

Als Rhabdomyolyse wird ein Zerfall von Skelettmuskulatur bezeichnet, der zu einer Freisetzung von Muskelbestandteilen führt. Dies wiederum kann insb. zu einer Nierenschädigung (→ Crush-Syndrom) und vielfältigen weiteren Komplikationen (Elektrolytentgleisung, disseminierte intravasale Gerinnung u.a.) führen.

Ätiologie

Zerfall von Muskelmasse (Rhabdomyolyse) aufgrund von:

Pathophysiologie

Bei der Crush-Niere handelt es sich um ein akutes myoglobinurisches Nierenversagen!

Symptome/Klinik

  • Ggf. Begleitverletzungen
  • Evtl. Muskelschmerzen
  • Bei Nierenversagen: Oligurie bis Anurie
  • Rotbraunfärbung des Urins

Diagnostik

Therapie

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

  • T79.-: Bestimmte Frühkomplikationen eines Traumas, anderenorts nicht klassifiziert

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.