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Protonenpumpenhemmer

Abstract

Protonenpumpeninhibitoren (z.B. Omeprazol, Pantoprazol) haben magensäurereduzierende H2-Antihistaminika wie Ranitidin weitestgehend abgelöst. Grund dafür ist die effektive (vollständige und irreversible) Hemmung der H+/K+-ATPase in den Parietalzellen des Magens. Der gastrale pH-Anstieg wird u.a. zur Therapie der Refluxkrankheit, des Ulcus ventriculi und duodeni sowie in der Kombination mit Antibiotika bei der Helicobacter-pylori-Eradikation eingesetzt. Die vorwiegend gastrointestinalen Nebenwirkungen nehmen im Verlauf der Therapie ab. Da es bei intravenöser Gabe zu irreversiblen Sehstörungen kommen kann, sollte die orale Gabe bevorzugt werden.

Wirkstoffe und Dosierungshinweise

Pantoprazol

Wirkstoff Pantoprazol (z.B. Pantozol®---------)
Applikation
  • p.o.
  • i.v.
Standarddosierungen
  • Pantoprazol 40 mg p.o. oder i.v. 1×/Tag zur Akutbehandlung
Indikationen
Zu beachten
  • Dauermedikation möglichst vermeiden
  • Rebound-Phänomen beim Absetzen, daher ausschleichend absetzen
  • Risikoerhöhung für Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö und Pneumonie
  • Bei Komedikation mit Clopidogrel dem (Es‑)Omeprazol vorzuziehen

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe
Dosisanpassungen
  • Niereninsuffizienz: Keine Dosisanpassung erforderlich
  • Leberinsuffizienz: Bei schwerer Leberinsuffizienz maximal 20 mg/Tag

Omeprazol

Wirkstoff Omeprazol (z.B. Omep®----- Antra®------)
Applikation
  • p.o.
  • i.v.
Standarddosierungen
  • Omeprazol 40 mg p.o. oder i.v. 1×/Tag zur Akutbehandlung
Indikationen
Zu beachten

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe
Dosisanpassungen
  • Niereninsuffizienz: Keine Dosisanpassung erforderlich
  • Leberinsuffizienz: Keine Dosisanpassung erforderlich

Esomeprazol

Wirkstoff Esomeprazol (z.B. Nexium®-------)
Applikation
  • p.o.
  • i.v.
Standarddosierungen
  • Esomeprazol 20–40 mg p.o. 1×/Tag zur Akutbehandlung
Indikationen
Zu beachten
  • Dauermedikation möglichst vermeiden
  • Rebound-Phänomen beim Absetzen, daher ausschleichend absetzen
  • Risikoerhöhung für Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö und Pneumonie
  • Inhibition von CYP2C19

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe
Dosisanpassungen
  • Niereninsuffizienz: Keine Dosisanpassung erforderlich
  • Leberinsuffizienz: Bei schwerer Leberinsuffizienz maximal 20 mg/Tag

Keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Die Angaben erfolgen nach sorgfältigster redaktioneller Recherche. Insbesondere aktuelle Warnhinweise und veränderte Empfehlungen müssen beachtet werden. Soweit nicht anders genannt, beziehen sich die genannten Empfehlungen auf Erwachsene.

Wirkung

Nebenwirkung

  • Gastrointestinale Nebenwirkungen (in bis zu 10%)
  • Hypomagnesiämie, sehr selten bei Langzeitanwendung (> 3 Monate)
  • Zentralnervöse Nebenwirkungen: Schwindel, Kopfschmerzen
  • Selten Sehstörungen
  • Exantheme
  • Reaktive Hypergastrinämie
  • Osteoporose bei langfristiger Gabe
  • Selten akute interstitielle Nephritis

Es werden die wichtigsten Nebenwirkungen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Indikation