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Interferontherapie

Abstract

Interferone sind körpereigene Zytokine und somit an der Regulation von Immunreaktionen sowie der Hämatopoese beteiligt. Die antivirale, antiproliferative und immunmodulatorische Wirkung von Interferon-Alpha und -Beta kann auch therapeutisch durch die Gabe von rekombinanten Interferonen genutzt werden: Unter anderem in der Basistherapie der Multiplen Sklerose sowie bei chronischen Hepatitiden haben sie ihren festen Stellenwert. Allerdings ist die Therapie häufig durch starke Nebenwirkungen erschwert (insb. grippale Symptome), die häufig zum Therapieabbruch führen.

Wirkung

Interferone sind Zytokine und somit an der Regulation von Immunreaktionen und der Hämatopoese beteiligt. Zum physiologischen Vorkommen von Interferonen: siehe Proinflammatorische Zytokine

Nebenwirkung

  • Grippeähnliche Symptome (dosisabhängig): Häufigste Nebenwirkung
  • Gastrointestinale Symptome
  • Knochenmarksdepression
  • Leberfunktion↓
  • Psychopathologische Veränderungen (Depression, Reizbarkeit)
  • Senkung der Krampfschwelle
  • Alopezie
  • Selten: Begünstigung von Autoimmungeschehen (u.a. Vaskulitis, hämolytische Anämie)

Eine systemische Therapie mit Interferonen ist sehr nebenwirkungsreich! Insbesondere die grippeähnlichen Symptome können auf Dauer so belastend sein, dass viele Patienten eine Therapie mit Interferonen vorzeitig abbrechen!

Es werden die wichtigsten Nebenwirkungen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Indikation

Zur Interferontherapie werden gentechnisch hergestellte (= rekombinante) Interferone verwendet. Um eine längere Halbwertszeit zu erreichen, werden dabei häufig pegylierte Interferone (= an Polyethylenglykol gebundene Interferone) eingesetzt .

Es werden die wichtigsten Indikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Kontraindikation

Es werden die wichtigsten Kontraindikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.