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Handbuch - Vorbereitung auf das Zweite Staatsexamen

Wie lerne ich optimal für mein Examen?

Der neue Lernplan für F2019 wird in Kürze online gestellt. Die zugehörige PDF-Datei findest du in diesem Kapitel.

Für eine optimale Vorbereitung aufs Examen empfehlen wir dir, den Examenskreuzplan durchzuarbeiten, indem du die Fragen der alten Examen „kreuzt“. Parallel solltest du in den AMBOSS-Kapiteln lesen, um die Themen einmal strukturiert gelernt zu haben – hierfür empfehlen wir dir den Examenslernplan.

Wenn du diese beiden Pläne durcharbeitest, wirst du am Ende alle seit Frühjahr 2008 gestellten Fragen gekreuzt und alle examensrelevanten AMBOSS-Kapitel – also alle jemals in Hammer- oder Staatsexamen geprüften Inhalte – gelesen haben. Du brauchst somit kein weiteres Kompendium.

Unter „Tipps & Links“ kannst du den Examenslern- und -kreuzplan herunterladen und ausdrucken. Außerdem haben wir in den folgenden Sektionen noch viele detaillierte Hinweise, Tipps und Tricks für die Vorbereitung auf das Examen zusammengestellt.

Wir drücken die Daumen und wünschen viel Erfolg und Spaß beim Lernen :‑)

Warum kreuze ich nicht nur Fragen zu dem Thema, das ich am jeweiligen Tag gelernt habe?

Der Examenslernplan enthält für jeden Lerntag thematisch aufeinander abgestimmte Kapitel (wie bspw. „Herzrhythmusstörungen“, „EKG“ etc.). Die dem einzelnen Tag zugeordneten Fragen beziehen sich aber bewusst nicht speziell auf die an diesem Tag gelesenen Kapitel, sondern auf ein komplettes Fach. Wir halten dies aus zwei Gründen für sinnvoll:

Gefahr des „Selbstbetrugs“ durch thematische Übereinstimmung

Bei einer genauen thematischen Übereinstimmung würde dir oft sofort klar sein, welche Antwort richtig ist. Das halten wir für sehr unbefriedigend und wenig effektiv.

Hier ein Beispiel, wie es aussehen könnte, wenn Fragen- und Kapitelthema des Tages übereinstimmen:

Nachhaltiges Lernen durch Wiederholung

Die Fragen zu einem bestimmten Thema sind über einen längeren Zeitraum verteilt. So arbeitest du nicht an einem Tag alle Fragen zum Thema „Diabetes mellitus“ ab, sondern stößt in den 22 Tagen, in denen du Innere Medizin lernst, immer wieder darauf. Dieser Wiederholungseffekt ist aus unserer Sicht deutlich nachhaltiger, als die Fragen „en bloc“ zu bearbeiten und sich dann erst wieder kurz vor dem Examen damit zu beschäftigen.

Enthält der Examenslernplan alle Fragen und alle Kapitel?

Fragen

AMBOSS enthält die Fragen aller Hammerexamen (also von Herbst 2006 an) und der letzten drei GK3-Examen (also ab Herbst 2005). Der Examenskreuzplan beinhaltet die Fragen der Hammerexamen von Frühjahr 2008 bis Herbst 2018. Da sich die Fragen im Laufe der Jahre sowohl inhaltlich als auch didaktisch deutlich geändert haben und wir euch nicht mit evtl. veraltetem Wissen überladen möchten, haben wir bewusst nur die Fragen ab Frühjahr 2008 mit in den aktuellen Kreuzplan aufgenommen. Du erreichst den Examenskreuzplan über die Bibliothek und findest dort für jeden Tag die passenden Fragen vorsortiert. So kannst du nach dem Lesen der Kapitel direkt die Fragen des Lerntags kreuzen.

Kapitel

Die im Examenslernplan enthaltenen Kapitel (ca. 800 Stück) decken das komplette examensrelevante Wissen und alle geprüften Fächer ab. Du erreichst den Examenslernplan über die Bibliothek – um das Lernen komfortabel zu gestalten, findest du dort für jeden Tag die passenden Themen vorsortiert.

AMBOSS enthält aber darüber hinaus die gesamten Kapitel der Vorklinik, einige klinische Grundlagenkapitel (z.B. „Grundlagen der Bakteriologie“ oder „Laboratoriumsmedizin“), Kapitel zu praktischen Fähigkeiten (z.B. „Anlage eines peripheren Venenverweilkatheters“), klinische Fälle (z.B. „Älterer Mann mit Dyspnoe“) und Kapitel, die für den Einsatz im klinischen Alltag relevant sind (z.B. „Eradikation von Helicobacter pylori – klinische Anwendung“). Um das Lernpensum zur Examensvorbereitung nicht unnötig zu überfrachten, sind diese Kapitel im Examenslernplan nicht enthalten. Im PJ oder zu Beginn der Assistenzarztzeit können wir dir hingegen nur empfehlen, den Arzt-Modus anzuschalten, um v.a. die weiterführenden klinischen Informationen einsehen zu können.

Entscheidend bleibt die Tatsache, dass du dir das gesamte examensrelevante Wissen durch das Studium des Examenslernplans aneignen wirst.

Du kannst dich also vollständig mit AMBOSS auf dein Examen vorbereiten: Lernen und Kreuzen in einem!

Was mache ich, wenn ich weniger oder mehr als 100 Tage Zeit habe?

Der 100-Tage-Lernplan ist ein seit vielen Jahren erprobtes und gut funktionierendes Modell zur Vorbereitung aufs 2. Staatsexamen. Allerdings werden sich die allermeisten von euch sowieso nicht 100%ig daran halten, sondern den Plan den eigenen Bedürfnissen entsprechend anpassen. Dies kann nötig sein, um Wochenenden/Urlaub/Nebenjob/Kinder/Krankheiten zu berücksichtigen. Natürlich ist auch die grundsätzliche Lerngeschwindigkeit individuell sehr unterschiedlich.

Wenn du weniger als 100 Tage zum Lernen zur Verfügung hast, empfehlen wir dir, die Differenz ganz pragmatisch nach eigenem Ermessen einzubauen. Ein Beispiel: Deine letzte Klausur liegt so, dass du 80 Tage am Stück „intensiv“ lernen kannst. Dann solltest du die fehlenden 20 Tage in den Zeitraum vorher einbauen, also bspw. das Semester über jede Woche den Stoff durcharbeiten, der für 2–3 Tage des 100-Tage-Lernplans vorgesehen ist.

Du kannst den Lernplan natürlich auch individuell kürzen oder strecken und so bspw. einen „Kreuztag“ auf zwei „reale Tage“ aufsplitten. Hierfür kannst du Sitzungen gemäß dem Examenskreuzplan starten, an einem beliebigen Punkt unterbrechen und über die „Übersicht“ am nächsten Tag fortführen.

Wichtig ist uns vor allem, dass die didaktisch sinnvolle Reihenfolge und Strukturierung des Lernplans erhalten bleibt – ob du die „100 Lerneinheiten“ in 90 oder 110 Tagen durcharbeitest, bleibt dabei dir selbst überlassen.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den Hammerexamensfragen und den „Uraltfragen“ des GK3?

Bei der Bearbeitung mehrerer tausend GK3-Fragen haben wir bemerkt, dass deutliche Unterschiede im Vergleich zu den aktuellen Examen bestehen – dies gilt sowohl für den Stil als auch für den Inhalt der Fragen.

Fragenstil: Schlagwortwissen vs. umfangreiche Anamnese

Im GK3-Examen wurden typischerweise kurze Schlagwortfragen gestellt („Für welche Erkrankung ist das Auftreten eines Gummibauchs typisch? A) Appendizitis B) Pankreatitis …“). Lange Anamnesen oder Fälle sucht man hier vergeblich.

Bei den Hammerexamen seit 2006 spielen die Fälle hingegen eine große (>60% der Fragen), Einzelfragen wiederum nur noch eine untergeordnete Rolle. Selbst bei den Einzelfragen gibt es eine Tendenz hin zu immer längeren Fragetexten, bei denen man häufig „um die Ecke“ denken muss. So muss zur Beantwortung der Frage oft noch ein logischer Zwischenschritt erbracht werden. Um beim obigen Beispiel zu bleiben:

„Welche diagnostische Maßnahme sollte bei einem Patienten mit Gummibauch eingeleitet werden?“: A) Echokardiographie B) Laparoskopie C) Blutabnahme mit Lipase-Bestimmung …“.

In diesem Fall muss aufgrund des Symptoms Gummibauch als Zwischenschritt zunächst die Verdachtsdiagnose Pankreatitis gestellt werden. Als nächstes wird erwartet, die korrekte Untersuchung anzuordnen. Diese zweischrittige Lösungsfindung findet man bei den Hammerexamensfragen immer häufiger.

Inhalt „mit abgelaufenem Verfallsdatum“

Ein weiterer wichtiger Punkt, der gegen das Kreuzen der alten Fragen spricht, ist folgender: In der Medizin gibt es permanent neue Erkenntnisse und Lehrmeinungen. Manche Antwortmöglichkeiten, die damals vom IMPP zu Recht als „richtig“ gewertet wurden, sind nach heutigem Kenntnisstand falsch. Je älter die Fragen sind, umso häufiger trifft man auf solche „verstaubten“ medizinischen Themen.

Was bedeuten „IMPPact“, „Examens-Relevanz“, „relevante Bereiche“ und „Lern-Radar“?

Diese Funktionen helfen dir, die examensrelevantesten Themen und Schlagworte herauszufiltern.

Der IMPPact berechnet aus den Examen der vergangenen Jahre, wie häufig das betreffende Thema durchschnittlich pro Examen abgefragt wurde. Beispiele: Ein IMPPact von 100% bedeutet, dass zu diesem Thema statistisch gesehen eine Frage, ein IMPPact von 200%, dass zu diesem Thema zwei Fragen pro Examen gestellt wurden. Bei einem IMPPact von 50% heißt das dementsprechend, dass das Thema nur in jedem zweiten Examen abgefragt wurde. Hieraus ergibt sich die Examens-Relevanz, die auf einer Skala zwischen 0 und 5 Punkten dargestellt wird.

Bei der Funktion „Hervorhebung examensrelevanter Bereiche (Schlüssel-Wissen)“ werden innerhalb des jeweiligen Kapitels die Bereiche markiert, die bisher nötig waren, um die einzelnen IMPP-Fragen beantworten zu können. Je intensiver die Gelbfärbung ist, desto häufiger wurde das Schlüssel-Wissen bereits gefragt.

Mit dem Lern-Radar kannst du dir in jedem Kapitel deine persönlichen Schwachstellen anzeigen lassen. Dabei werden die Fakten aller von dir (zuletzt) falsch gekreuzten Fragen in Rot hervorgehoben – also die Bereiche des Schlüssel-Wissens, die du zuletzt nicht gewusst hast. Dadurch kannst du noch individueller anhand deiner Stärken und Schwächen lernen.

Achtung: Diese Angaben sind für Kapitel mit allgemeiner Übersicht nicht repräsentativ, da die Fragen und damit der IMPPact sowie die Examens-Relevanz den jeweiligen spezielleren Kapiteln zugerechnet werden.

Kann ich von einem älteren Lernplan auf den aktuellsten Lernplan wechseln?

In der Regel bleibt die Grundstruktur der Lernpläne sehr ähnlich. Damit du aber nichts verpasst oder doppelt lernst, kannst du bei einem Wechsel gern unsere Support-Abteilung kontaktieren, die dir sehr gerne individuelle Tipps geben kann.

Prognose für das nächste Examen: Welche Fälle wurden schon gestellt und was sind mögliche Themen fürs nächste Examen?

In der Bibliothek unter der Spalte „Fall“ kannst du sehen, wie häufig es bereits einen Fall zum jeweiligen Thema gegeben hat. Nach umfassender Analyse haben wir uns dagegen entschieden, Empfehlungen bzw. Mutmaßungen darüber zu veröffentlichen, welche Fälle im nächsten Examen drankommen könnten. Zum einen werden immer mehr Themen mehrfach, zum anderen zunehmend auch Kolibris abgefragt – dies macht eine Voraussage nahezu unmöglich.

Bedenke außerdem, dass sich immer nur ein Teil der Fallfragen tatsächlich auf das „Oberthema“ des Falls bezieht. In einem Fall eines Patienten mit Diabetes mellitus können also auch Fragen zu ganz anderen Themen wie z.B. nach einer begleitenden depressiven Erkrankung gestellt werden. Insofern sollte man sich auch nicht ins Bockshorn jagen lassen, wenn das „Oberthema“ des Falles erst einmal nicht so attraktiv erscheint :‑)

Insgesamt empfiehlt es sich daher, die häufig gefragten Themen (Top-100-Kapitel) intensiv zu lernen, da statistisch gesehen hierzu die meisten Fragen gestellt werden.

Brauche ich ein Repetitorium/Kompendium oder reichen die AMBOSS-Kapitel zur Examensvorbereitung?

In den vergangenen Examen haben bereits viele tausend Studenten ausschließlich mit den AMBOSS-Kapiteln gelernt und uns sehr gute Rückmeldung gegeben. Inhaltlich und vom Umfang her sind sie auf jeden Fall mehr als ausreichend – 800 einzelne Kapitel mit teils enormem Umfang und in stichpunktartiger Form ergäben gedruckt einen ganz schönen Wälzer (ca. 5.000 Seiten) ;‑)

Übrigens waren in den letzten Examen ca. 90% aller Fragen mithilfe der Kapitel direkt zu lösen. Die restlichen 10% sind meist so speziell, dass sie auch mit einem zusätzlichen Kompendium nicht zu beantworten gewesen wären.

Wenn du allerdings gerne etwas in den Händen hältst, bieten wir dir die wichtigsten Kapitel in Buchform an. Außerdem gibt es die lehrreichsten Tabellen und Illustrationen gedruckt in zwei Bänden auf heraustrennbaren Seiten und besonders festem Papier – etwa zum Bekleben des Kühlschranks und Auswendiglernen wichtiger Gegenüberstellungen.

Weitere Informationen zu unseren Printausgaben findest du unter: www.amboss.com/de/buecher (siehe auch: Tipps & Links).

Kann ich auch offline lernen?

Unsere beiden Apps „AMBOSS Wissen“ und „AMBOSS Kreuzen“ (für iOS, Android und Kindle Fire) sind auch offline verfügbar. So kannst du auf deinem Smartphone oder Tablet auch unterwegs, in der Bahn und auf fernen Reisen kreuzen und lernen.

Weitere Infos und die Links zum Download findest du hier: www.amboss.com/de/apps/wissen-und-kreuzen (siehe auch: Tipps & Links).

Kann ich eigene Ergänzungen machen und teilen?

In den Kapiteln kannst du alles festhalten, was noch zusätzlich relevant für dich ist. So kannst du dir z.B. schon während des Lernens für Klausuren oder fürs Examen Notizen machen oder dir später als PJler oder Assistenzarzt das Vorgehen und die Schemata notieren, die in deinem aktuellen Krankenhaus üblich sind.
Deine persönlichen Ergänzungen bleiben dir in den Kapiteln dauerhaft erhalten, sodass du jederzeit darauf zurückgreifen und dir nach und nach dein individuelles Wissenskompendium schaffen kannst.

Darüber hinaus kannst du deine persönlichen Ergänzungen auch teilen oder die Notizen deiner Kommilitonen lesen – so bist du noch besser mit deiner Lerngruppe oder im PJ mit deinen Kollegen vernetzt.

In deinem Account kannst du dies einstellen unter: www.amboss.com/de/account/index?view=group (siehe auch: Tipps & Links).

Geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen ;‑)

Kann ich während der Examenstage AMBOSS nutzen?

Auf Wunsch des IMPP ist während des Examenszeitraums kein Kreuzen der M2-Fragen möglich. Genauer gesagt ist der Zugang zu den Fragen in AMBOSS an den drei Prüfungstagen der 2. Ärztlichen Prüfung ab 30 Minuten vor Prüfungsbeginn bis zwei Stunden nach Prüfungsende gesperrt.

Ein Beispiel: Das Examen ist auf den 9., 10. und 11. April 2019 mit einer Prüfungszeit von 9–14 Uhr festgelegt. Dann wird das Kreuzen von klinischen Fragen an diesen Tagen jeweils von 8:30–16:00 Uhr sowohl in der App als auch online nicht möglich sein. Die Kapitel und die gesamte Bibliothek hingegen sind ohne Unterbrechung erreichbar. Auch die Fragen der M1-Prüfung können regulär eingesehen werden.

Die offiziellen Prüfungstermine findest du auf der Website des IMPP (www.impp.de) unter der Sektion „Prüfungstermine“.

Wie kann ich Examina aussparen, um sie erst am Ende des Lernplans zu kreuzen?

Wenn du mit dem Examenslernplan arbeitest, sind automatisch die Fragen der letzten drei Examen ausgespart, damit diese als Generalprobe übrig bleiben.

Wenn du darüber hinaus Sitzungen erstellen möchtest, kannst du auch für diese gezielt Fragen spezieller Examen ausschließen: Erstelle eine neue Sitzung – egal, ob über die „Individuelle Sitzung“ oder bspw. über die „Schnelle Sitzung“ – und klicke oben rechts das Rädchen an, um das hierfür entsprechende Menü zu öffnen. Die Fragen der Examen, die du hier auswählst, werden zukünftig in allen Sitzungen ausgeschlossen, die du über die „Individuelle Sitzung“, die „Schnelle Sitzung“ oder aus Kapiteln der Bibliothek heraus erstellst. So kannst du dir ganze Examen bspw. als Generalprobe aufheben oder für dich weniger relevante (z.B. „zu alte“) Examen ausschließen.

(Lediglich bei universitären Dozentensitzungen (wo verfügbar) und im Examenskreuzplan sind die Sitzungen fest vordefiniert und du wirst sie inklusive aller vorgesehenen Examen/Fragen übernehmen.)

Kapitel „XXX“ erscheint beim Fach „YYY“, wäre jedoch auch bei Fach „ZZZ“ gut aufgehoben

Wir haben die Kapitel im Examenslernplan so sortiert, dass jedes examensrelevante Kapitel genau einmal drankommt. Da die Kapitel fächerübergreifend konzipiert sind, ist es nicht möglich, sie jeweils exakt einem Fach zuzuordnen.

Ein Beispiel: Das Kapitel Schilddrüsenkarzinom ließe sich sowohl bei Innere Medizin als auch bei Chirurgie einsortieren, da Inhalte aus beiden Fächern (und auch noch weiteren) enthalten sind. Im Lernplan findest du das Thema in der Chirurgie, da wir uns für ein Fach entscheiden mussten.

Dieser Konflikt besteht grundsätzlich zwischen der „fächerübergreifenden“ und der klassischen „fächerbasierten“ Aufbereitung von Wissen. In fächerbasierten Büchern wird dem Problem mit Redundanz begegnet: So wirst du ein langes Kapitel zum Thema Schilddrüsenkarzinom sowohl in einem Buch für die Innere Medizin als auch in einem für die Chirurgie finden. Die Inhalte werden sich weitgehend überschneiden (bspw. Ätiologie, Epidemiologie, Symptome etc.) und nur in der Therapie etwas andere Schwerpunkte setzen. Um diese Redundanz zu vermeiden, sind die AMBOSS-Kapitel fächerübergreifend aufgebaut.

Kann ich meinen Account noch weiter benutzen, wenn ich mein Examen hinter mir habe?

Ja natürlich! Dein AMBOSS-Account bleibt dauerhaft für dich bestehen. Du kannst deinen Zugang zu AMBOSS auch nach dem Examen jederzeit einfach verlängern, sodass dir dein persönlicher Account inklusive aller eigenen Ergänzungen, Statistiken etc. erhalten bleibt. So kannst du AMBOSS im PJ, zur mündlichen Prüfung und als Assistenzarzt kontinuierlich zum Nachschlagen nutzen und auf dem neusten Stand der Medizin bleiben.

Was ist der „Arzt-Modus“?

Der Arzt-Modus erweitert die Bibliotheksinhalte um praxisrelevantes Wissen für den Einsatz im klinischen Alltag. Nach Aktivierung des Arzt-Modus werden in den Kapiteln zusätzliche Inhalte eingeblendet wie bspw. diagnostische Entscheidungshilfen und Dosierungsvorschläge. Dementsprechend sind die zusätzlichen Inhalte im Arzt-Modus nicht primär examensrelevant. Grundsätzlich könnten sie natürlich trotzdem im Examen oder in Klausuren abgefragt werden.

Wir empfehlen die Aktivierung des Arzt-Modus vorrangig allen klinisch tätigen Ärzte und PJlern, aber auch bedarfsweise Famulanten – also nicht im Rahmen der Examensvorbereitung. Zum Examen muss man bereits sehr viele Inhalte lernen. Da das Wissen des Arzt-Modus höchstwahrscheinlich im Examen nicht gefragt wird, sollte man sich damit nicht zusätzlich belasten, sondern sich auf die wirklich relevanten Inhalte konzentrieren.

Weitere Informationen zum Arzt-Modus findest du unter: https://www.amboss.com/de/aerztinnen-aerzte (siehe auch: Tipps & Links).