M2-Examen April 2020

Informationen und Tipps zur Vorbereitung

Die Infos und Tipps, die wir dir auf dieser Seite zusammengestellt haben, nehmen Bezug auf Aussagen des IMPP (Pressemitteilung vom Nov. 2019) und der bvdm (Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V.) zur künftigen Fragenverteilung und Schwerpunkten im Stex – wir möchten dir damit die Vorbereitung erleichtern und dir gleichzeitig etwas die Sorgen zum Thema nehmen.

Vorweg: Die Auswertung des Herbst-Examens hat ergeben, dass die abgefragten Inhalte im gleichen Umfang in AMBOSS enthalten waren, wie es in vorherigen Examen der Fall war.

Sind die neuen Schwerpunktthemen 
im 100-Tage-Lernplan enthalten?

Die genannten neuen Schwerpunktthemen sind im Lernplan bereits umfassend enthalten. So handelt es sich bei den allgemeinmedizinischen Fragestellungen um einen Bereich, der über die Kapitel verschiedener Fachgebiete – wie Innere, Geriatrie, HNO, Orthopädie, Neurologie… – umfassend im 100-Tage-Lernplan abgedeckt ist. Je nachdem, wie weit du mit dem Lernplan bist, hast du dir bereits viel Grundlagen- und Examenswissen dazu erarbeitet.
Eine Frage aus dem letzten Frühjahrs-Examen, die einen typischen allgemeinmedizinischen Beratungsanlass widerspiegelt, von uns aber aus didaktischen Gründen dem speziellen Fachgebiet (Psychiatrie) zugeordnet wurde, kannst du dir hier in AMBOSS anschauen.

Ebenso sind bereits umfangreiche Kapitel zu den Wissenschaftskompetenzen im Lernplan enthalten (Tag 84). Da dieses Thema bereits in den vergangenen Examina vermehrt abgefragt wurde und im Sinne der neue Approbationsordnung langsam stärker in den Vordergrund rücken soll, haben wir unsere Kapitel bereits Anfang letzten Jahres  entsprechend erweitert und u. a. mit Auditor-Folgen versehen.

Wird die Fragengewichtung
im 100-Tage-Lernplan berücksichtigt?

Wir ermitteln jedes Semester die Themengewichtung für den Lernplan neu – auf Basis der vergangenen Examen. Das heißt, die Gewichtung ändert sich nie extrem, gleichzeitig finden die neuen Fragestellungen und Richtungen, die das IMPP auf Basis der neuen Approbationsordnung in die Examina integriert, aber automatisch Berücksichtigung im Lernplan. Beispielsweise wurden auch allgemeinmedizinische Themen in den letzten Examina bereits vermehrt abgefragt und finden entsprechend mehr Berücksichtigung im Lernplan.

Und: Die Veränderungen in den Prüfungen werden schrittweise eingeführt, du wirst also nicht auf eine komplett neue Form der Prüfung treffen. Das Wichtigste ist also erstmal: Lass dich nicht nervös machen und bleib bei der Lernstruktur, für die du dich entschieden hast.

Was muss bei den Key-Feature-Fragen beachtet werden?

Bereits in den vergangenen Examen von Herbst 2018, sowie Frühjahr und Herbst 2019 (im Lernplan als Generalproben integriert) wurden vermehrt kompetenzorientierte Fragen (Key-Feature-Fragen) gestellt. Diese sollen nach und nach immer stärker in das 2. Staatsexamen integriert werden. Sie zielen darauf ab, dein Verständnis und die Anwendung auf klinische Fälle, statt reinem Faktenwissen zu überprüfen: Ausgangspunkt der Frage ist eine spezifische klinische Situation, zu der ein Fall entwickelt wird. Alle nachfolgend gestellten Fragen beziehen sich dann auf diese Schlüsselsituation. Anders als bei anderen Fragen, sind hier teilweise mehrere Antwortmöglichkeiten nicht grundsätzlich falsch – gefragt ist allerdings die Antwort, die im Sinne der Fallbeschreibung am sinnvollsten ist. Versuch dich in den Fall hinein zu denken und verlass dich auf dein klinisches Gespür. Seit Einführung der Key-Feature-Fragen haben sich die Prüfungsergebnisse der Studierenden nicht signifikant verändert.

Beispielsitzung für Key-Feature-Fragen

Damit du dir anschauen kannst, wie Key-Feature-Fragen aufgebaut sein können, haben wir dir eine Sitzung zusammengestellt, die du in AMBOSS kreuzen kannst:

Wie kann ich mich mit AMBOSS auf Key-Feature-Fragen vorbereiten?

Grundsätzlich kannst du mit deinem Wissen, das du dir im Laufe des  Lernplans aneignest, gleichermaßen Key-Feature-Fragen sowie die klassichen Fragen beantworten.

Falls du dein Wissen noch etwas vertiefen möchtest:
Zum Ende des Lernplans haben wir sechs Wiederholungstage eingeplant, an denen du Fragen, die du bereits während des Lernplans einmal gekreuzt hast, zur Wiederholung noch einmal kreuzt. Zusätzlich empfehlen wir dir,  neben den Top-100-Themen auch Kapitel zu wichtigen Leitsymptomen anzuschauen. Dort findest du differentialdiagnostische Übersichten mit wegweisenden klinischen Befunden und den wichtigsten nächsten Schritten, die dir helfen können, Key-Feature-Fragen zu lösen.

Wo lerne ich “klug entscheiden” in AMBOSS?

“Wie lernt der künftige Arzt, klug zu entscheiden?” lautet der Titel der vom IMPP im November 2019 herausgegeben Pressemitteilung zur Aktualisierung des IMPP-Gegenstandskataloges für den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (GK2). Es wird darauf hingewiesen, dass in kommenden Examina Inhalte wie klinische Entscheidungsfindung stärker integriert sein werden. Dabei wird der Schwerpunkt “Klug entscheiden” explizit genannt.

“Klug entscheiden” ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), die sich gegen Über- und Unterversorgung wendet. Diese wissenschaftlichen Empfehlungen sind eindeutig und praxisnah formuliert und bereits seit Mitte 2017 kontextsensitiv im AMBOSS Arzt-Modus integriert.

Mit Blick auf die neuen Prüfungsschwerpunkte haben wir die “Klug entscheiden”-Boxen in AMBOSS auch für alle Studierenden freigeschaltet (Klinik-Modus).

Die Empfehlungen werden dir also beim Lernen der im 100-Tage-Lernplan vorgegeben AMBOSS-Kapitel ganz automatisch – und logisch eingebunden in den thematisch passenden Abschnitten – mit angezeigt. Du erkennst die Boxen am “Klug entscheiden”-Logo (siehe Abbildung). Positiv-Empfehlungen findest du in grünen, Negativ-Empfehlungen in roten Boxen.

Wir empfehlen dir, die Boxen beim Lernen mitzulesen – so kannst du die Empfehlungen bereits verinnerlichen und bist darauf vorbereitet, falls die ein oder andere Frage dazu in deinem Examen auftaucht.