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Einlage von Guedel- und Wendltubus - AMBOSS-SOP

Wendl-Tubus

Der Wendl-Tubus darf wegen der Gefahr von Schleimhautblutungen nicht gegen Widerstand eingeführt werden!

Nach der Platzierung ist eine regelmäßige Kontrolle einer suffizienten Atmung obligat!

Guedel-Tubus

  • Definition: Oropharyngealtubus aus festem Kunststoff
  • Indikation
    • Überbrückung einer Schwellung/Verlegung im Pharynxbereich
    • Freihalten der Atemwege bei bewusstlosem Patienten
    • Verbesserung der Bedingungen zur Maskenbeatmung
    • Beißschutz bei intubiertem Patienten
  • Kontraindikationen
    • Erhaltene Abwehrreflexe
    • Kieferverletzungen
  • Einlage eines Guedel-Tubus
    • Vorbereitung
      • Patient in Rückenlage
      • Arzt hinter Kopf des Patienten
      • Neutralstellung oder leichte Reklination des Kopfes (bei unklarem Verletzungsmuster: Ohne Reklination des Kopfes)
      • Absaugbereitschaft
      • Guedel-Tubus in passender Größe
        • Länge: Abstand zwischen Mundwinkel und Ohrläppchen des Patienten
        • Erwachsene i.d.R. Größe 2–4
    • Anwendung
      1. Mund des Patienten öffnen
      2. Tubus mit Öffnung Richtung hartem Gaumen mittig einführen
      3. Etwa ⅔ in die Mundhöhle vorschieben
      4. Beim Vorschieben über Zungengrund Tubus um 180° drehen
      5. Zunge aufladen und vorschieben, bis Schild vor den Lippen liegt
    • Lagekontrolle: Hör- und fühlbarer Atemstrom bzw. Verbesserung der Maskenbeatmung
  • Komplikationen

Beim Einführen darf die Zunge nicht nach distal gedrückt werden!

Bei Abwehrreflexen oder Würgen/Husten muss der Guedel-Tubus umgehend entfernt werden!