Rötung nach Insektenstich
Letzte Aktualisierung: 20.2.2026
Allgemeinmedizin kompakt: Rötung nach Insektenstich
Initiales Vorgehen
- Stachel entfernen (sofern noch vorhanden)
- Anamnese
- Zeitpunkt und Art des Stichs (Insekt/Zecke)
- Verlauf (rasch vs. schleichend), Begleitsymptome
- Bekannte (Insektengift‑)Allergie
- Klinische Untersuchung
Wichtige Ursachen
- Verstärkte/allergische Lokalreaktion (häufig)
- Insb. bei Stich durch Wespen, Bienen, Bremsen, Kriebelmücken
- Rasche Entwicklung
- Bakterielle Infektion (Phlegmone/Erysipel)
- Eher verzögert nach Tagen
- Teigig, scharf begrenzt, starke Überwärmung, Schmerz, ggf. Fieber
- DD: Erythema migrans (Borreliose)
- Nach Tagen bis Wochen
- Randbetont, langsame Ausbreitung
- I.d.R. schmerzlos/juckreizarm
Warnzeichen
Weiteres Prozedere
- Kühle, feuchte Umschläge, ggf. Ruhigstellung
- Ggf. Befund markieren, nach 24–48 h kontrollieren
- Ausgeprägter Lokalbefund, keine Infektionszeichen
- Verdacht auf bakterielle Infektion, je nach Ausprägung/Lokalisation
- Lokal antiseptisch
- + Ggf. systemische Antibiotikatherapie (siehe: Phlegmone/Erysipel)
- Befund unklar: Ggf. Labor (z.B. gr. BB, CRP)