• Klinik

Ventrikuläre Extrasystolen (VES)

Abstract

Ventrikuläre Extrasystolen (VES) werden durch eine ektope Reizbildung der Herzkammer verursacht, die sowohl idiopathisch bei Herzgesunden als auch im Rahmen einer kardialen Grunderkrankung, Elektrolytschwankung oder Medikamentenüberdosierung auftreten kann. EKG-morphologisch zeigen sich verbreiterte QRS-Komplexe mit Änderung des Lagetyps, die zufällig oder nach festem Muster (z.B. Bigeminus, Trigeminus, Salven) erfolgen. Die Behandlung besteht vor allem in der Therapie der Grunderkrankung – bei erhöhtem Risiko für einen plötzlichen Herztod (z.B. bei koronarer Herzkrankheit) sollten höhergradige VES jedoch gegebenenfalls auch antiarrhythmisch oder durch elektrophysiologische Ablation behandelt werden.

Ätiologie

  • Idiopathisch (kein Krankheitswert)
  • Kardiale Grunderkrankung (KHK, Myokarditis)
  • Elektrolytstörungen (Kalium)
  • Medikamenten-Nebenwirkungen (Digitalis, Psychopharmaka)

Klassifikation

  • Siehe: Lown-Klassifikation (Übersichtskapitel Herzrhythmusstörungen)
  • Monomorphe VES
    • Jede VES sieht gleich aus → Identischer Ursprung
  • Polymorphe VES
    • Die VES sehen unterschiedlich aus → Multiple Ursprungsorte im Ventrikel
  • Rechtsventrikuläre Extrasystolen sehen linksschenkelblockartig aus (→ siehe Linksschenkelblock)
  • Linksventrikuläre Extrasystolen sehen rechtsschenkelblockartig aus (→ siehe Rechtsschenkelblock)

Symptome/Klinik

  • Evtl. Palpitationen/Herzstolpern

Verlaufs- und Sonderformen

Diagnostik

Therapie

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

  • I49.-: Sonstige kardiale Arrhythmien
    • I49.3: Ventrikuläre Extrasystolie

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.