• Klinik

Locked-in-Syndrom

Abstract

Hierbei handelt es sich um eine Schädigung des Pons und cortico-spinaler/-nuclearer Bahnen ohne Schädigung der Formatio reticularis und der höher gelegenen, okulomotorischen Kerne. Dies führt zu einer vollständigen Lähmung der Willkürmotorik mit Ausnahme der Augenmuskeln für vertikale Bewegungen und Lidschluss. Die Patienten sind in ihrer Vigilanz und ihren kognitiven Fähigkeiten nicht eingeschränkt, müssen aber dauerhaft beatmet werden.

Ätiologie

  • Traumatisch
  • Zentrale pontine Myelinolyse
  • Thrombotischer Verschluss der A. basilaris

Symptome/Klinik

  • Tetraplegie und Parese fast aller Hirnnerven → Beatmungspflichtig
  • Augenmuskeln für vertikale Bewegungen und Lidschluss nicht betroffen!
  • Vigilanz nicht eingeschränkt

Diagnostik

Es muss festgestellt werden, inwieweit die Aufnahmefähigkeit des Patienten tatsächlich noch erhalten ist (in Abgrenzung z.B. zum apallischen Syndrom)! Dies gelingt bspw. über akustisch oder somatisch evozierte Potentiale!

Differentialdiagnosen

Die hier aufgeführten Differentialdiagnosen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.