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Wiederholungsfragen für die mündliche Prüfung (M3) – Innere Medizin und Chirurgie

Letzte Aktualisierung: 18.8.2021

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Mit unseren Lernempfehlungen bietet AMBOSS dir ein perfektes Paket für die Vorbereitung auf den dritten Abschnitt der ärztlichen Prüfung (sog. M3-Examen). Unsere ärztliche Redaktion hat nach ausführlicher Analyse die häufigsten Themen aus den mündlichen Prüfungen ermittelt und diese in handliche Portionen eingeteilt. Das Kapitel „Drittes Staatsexamen“ liefert dir grundlegende Informationen zum Ablauf des dritten Staatsexamens. Außerdem findest du hier Tipps zur Vorbereitung und zum Vorgehen in der Prüfung selbst, die dir auch in anderen mündlichen Prüfungen helfen können.

Wir empfehlen dir übrigens, für die Prüfungsvorbereitung aus dem Arzt-Modus wieder zurück in den Klinik-Modus zu wechseln, falls du im PJ bereits den Arzt-Modus genutzt hast. I.d.R. wird in der mündlichen Prüfung v.a. die Breite und weniger die Tiefe abgefragt, sodass die Kapitel im Arzt-Modus wahrscheinlich den Rahmen sprengen würden. Wenn natürlich eine Prüferin bzw. ein Prüfer besonders gerne Medikamente abfragt, kannst du jederzeit zurück in den Arzt-Modus wechseln und dir die zusätzlichen Inhalte in blau anzeigen lassen. Lass dich zusätzlich nicht von unserer Kapitelauswahl für die einzelnen Tage abschrecken. Es geht bei der Vorbereitung viel mehr um das Verständnis größerer Zusammenhänge, weshalb dich Umfang und Detailtiefe mancher Kapitel nicht verunsichern sollten! Bedenke zudem, dass die Prüfungsinhalte auch stark von deinen Prüfern abhängen und somit recht individuell sein können.

Mit unseren Wiederholungsfragen, die du in diesem Kapitel findest, kannst du das gelernte Wissen allein oder in deiner Prüfungsgruppe festigen und das freie Sprechen üben.

Die besonders prüfungsrelevanten Krankheitsbilder der Inneren Medizin haben wir nach den jeweiligen Fachgebieten eingeteilt.

Beispielfragen

Beispielfragen

Beispielfragen

Beispielfälle für die M3-Prüfung

Fall 1

In deiner Hausarztpraxis fällt dir bei einer 68-jährigen Patientin in der Routineuntersuchung eine hyperchrome makrozytäre Anämie auf.

  • Der Hb liegt bei 5 g/dL. Welche Spiegel sollten im Labor zusätzlich kontrolliert werden?
  • Welche Ursachen könnte ein Mangel an diesen Substanzen haben?
  • Was sind die klinischen Unterschiede zwischen den beiden Mangelerkrankungen?
  • Wie würdest du einen kombinierten Folsäure-/Vitamin-B12-Mangel therapieren?
  • Angenommen, du würdest die Patientin stationär einweisen – was müsste bei einer Transfusion von Erythrozytenkonzentrat beachtet werden?

Fall 2

Ein 41-jähriger türkischstämmiger Patient berichtet, vor 3 Wochen an einem respiratorischen Infekt erkrankt und seitdem bereits bei geringsten Belastungen außer Atem zu sein.

  • Wie gehst du vor?
  • Wie nennt sich die Laborkonstellation?
  • Welche Verdachtsdiagnose ergibt sich aus dem Laborbefund und der Herkunft des Patienten?
  • Wie ließe sich diese Verdachtsdiagnose bestätigen?
  • Wo kommt dieses Krankheitsbild häufig vor?
  • Wie therapiert man dieses Krankheitsbild?

Beispielfragen

Beispielfragen

Beispielfall

Ein 28-jähriger Patient stellt sich mit seit 4 Tagen bestehenden fieberhaften Halsschmerzen und Abgeschlagenheit vor. In der körperlichen Untersuchung finden sich vergrößerte Tonsillen sowie eine generalisierte Lymphknotenschwellung.

  • Nenne mögliche Differentialdiagnosen.
  • Welche Befunde würden den V.a. eine infektiöse Mononukleose erhärten?
  • Mit welchen diagnostischen Maßnahmen kann die Diagnose weiter untermauert werden?
  • Wie gehst du therapeutisch vor?

Beispielfragen

  • Welcher Auskultationsbefund wäre bei einer akuten Bronchitis zu erwarten?
  • Nenne jeweils wichtige Erreger der ambulant sowie der nosokomial erworbenen Pneumonie.
  • Beschreibe die Klinik einer atypischen Pneumonie.
  • Welche pathologischen Veränderungen könnten sich bei Inspektion, Palpation, Auskultation und Perkussion bei Pneumonie zeigen?
  • Was bezeichnet man als „Silhouettenphänomen“ im Röntgenbild?
  • Wie entscheidest du in der Notaufnahme, ob du einen Patienten mit Pneumonie stationär aufnimmst oder nicht?
  • Wie würdest du eine junge Patientin ohne Vorerkrankungen und einen älteren Patienten mit Herzinsuffizienz jeweils bei diagnostizierter leichter Pneumonie medikamentös behandeln? Gib auch Alternativen bei Penicillin-Unverträglichkeit an!
  • Welche Kriterien werden herangezogen, um den Grad der Asthmakontrolle zu bestimmen?
  • Grenze das Asthma bronchiale anhand verschiedener Kriterien von der COPD ab.
  • Beschreibe den Aufbau und nenne die Wirkstoffe des Stufenschemas bei Asthma bronchiale.
  • Wie sieht die Initialtherapie eines starken Asthmaanfalls aus?
  • Nenne die Symptome der COPD.
  • Was sind typische Befunde einer BGA bei einem Patienten mit einer COPD?
  • Nenne Risikofaktoren für die Entstehung eines Bronchialkarzinoms.
  • Welche typischen Metastasierungsorte des Bronchialkarzinoms kennst du (lymphogen und hämatogen)?
  • Was fällt dir zum Stichwort „Pancoast-Tumor“ ein? Kannst du die Symptomatik bei Vorliegen einer sog. „Horner-Trias“ beschreiben?
  • Nenne typische Ursachen eines Trans- bzw. Exsudats bei Pleuraerguss.
  • Beschreibe grob die Durchführung einer Pleurapunktion.
  • Wie ist die „offene Tuberkulose“ definiert?

Beispielfragen

Beispielfall

Ein 90-jähriger Patient wird mit wässriger, nicht blutiger Diarrhö in die Ambulanz eingeliefert.

  • Was machst du zuerst?
  • Wie gehst du diagnostisch weiter vor?
  • Welche Diagnose vermutest du und wo liegt die wahrscheinliche Ursache?
  • Wie gehst du nun weiter vor?
  • Aus welchem Grund würde man vermutlich Glucose-Insulin-Infusionen geben und welche Symptome sollen hiermit verhindert werden?
  • Welche EKG-Veränderungen wären bei Hyperkaliämie zu erwarten?
  • Welcher HbA1c-Zielwert sollte bei diesem Patienten angepeilt werden?

Beispielfragen

Beispielfall

Du visitierst eine 93-jährige Patientin im Seniorenheim.

  • Was machst du zunächst?
  • Welche Arbeitsdiagnose hast du und wie würdest du diese erhärten wollen?
  • Welche Erkrankungen könnten dieser Arbeitsdiagnose zugrunde liegen?
  • Wie gehst du jetzt therapeutisch vor, falls sich die Diagnose im Labor erhärten sollte?
  • Worauf muss bei Therapiebeginn besonders geachtet werden und welche Nebenwirkungen sind gefürchtet?

Beispielfragen

Beispielfall

Eine 64-jährige Frau stellt sich dir in der Ambulanz mit leicht erhöhten Temperaturen (37,9°C), Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit vor.

  • Was machst du zuerst?
  • Welche rheumatologischen Diagnosen muss man bei Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Schulterschmerzen im Hinterkopf haben?
  • Was machst du primär diagnostisch bei diesen Verdachtsdiagnosen?
  • Welches diagnostische Mittel ist abgesehen von der notfallmäßigen Laboruntersuchung leicht zu bestimmen und beinahe beweisend für die Diagnosestellung?
  • Die Patientin wurde spät abends von den Angehörigen gebracht und will zügig wieder nach Hause. Kannst du sie einfach wieder entlassen?
  • Wie gehst du vor?
  • Welche Diagnostik sollte sich am nächsten Tag anschließen?

Die nächsten Fragen behandeln relevante Krankheitsbilder der Chirurgie. Setze auch hier ggf. eigene Schwerpunkte, wenn deine Prüferinnen und Prüfer gerne spezielle Themen besprechen.

Beispielfragen für die M3-Prüfung

Beispielfragen für die M3-Prüfung