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Vorgehen bei Pediculosis capitis (Kopflausbefall) im Kindes- und Jugendalter

Letzte Aktualisierung: 11.4.2017

Vorgehen bei Pediculosis capitistoggle arrow icon

Die Pediculosis capitis ist eine klinische Diagnose, häufig kommen die Eltern schon mit der Bitte um ein Rezept in die Ambulanz. In einigen Fällen wird jedoch nur ein unspezifischer Juckreiz oder ein Ekzem im Kopf- oder Nackenbereich beobachtet. Meist kommt es zur Verbreitung von Kopfläusen durch direkten nahen Kontakt. Hygienemaßnahmen sind dennoch sinnvoll, um Übertragungsketten zu unterbrechen.

Allgemeine Maßnahmen

  • Haarbürsten, Kämme, Haarspangen und -gummis für 10 Min. in heißes Seifenwasser geben
  • Waschen von Kleidungsstücken, Stofftieren, Handtüchern und Bettwäsche (soweit möglich) bei 60 °C
  • Nicht waschbare Gegenstände bei Zimmertemperatur für 3 Tage luftdicht verpacken oder für 24 Std. in die Tiefkühltruhe legen
  • Möbel, Teppiche und Fußböden gründlich absaugen und Staubsaugerbeutel sofort entsorgen

Medikamentöse Therapie

  • Immer medikamentöse Therapie bspw. mit Dimeticon
  • Nach der einmaligen Behandlung mit dimeticon- oder permethrinhaltigen Mitteln sind die Kinder am Folgetag wieder zum Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen freigegeben .

Für ein ausführliches Behandlungsschema siehe: Medikamentöses Vorgehen bei Pediculosis

  1. Kopflausbefall, RKI-Ratgeber für Ärzte. Stand: 17. Oktober 2008. Abgerufen am: 29. August 2016.
  2. Heukelbach et al: A highly efficacious pediculicide based on dimeticone: Randomized observer blinded comparative trial In: BMC Infect Dis. 2008, doi: 10.1186/1471-2334-8-115 . | Open in Read by QxMD .
  3. Canadian Paediatric Society: Head lice infestations: A clinical update In: Paediatr Child Health. Band: 13, Nummer: 8, 2008, p. 692–696.