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Vorgehen bei Mundsoor im Kindes- und Jugendalter (inkl. Dosierungen)

Letzte Aktualisierung: 17.2.2017

Vorgehen bei Mundsoor im Kindes- und Jugendaltertoggle arrow icon

Besonders bei Säuglingen und bei Kindern mit inhalativer Steroid-Dauertherapie (i.d.R. im Rahmen des Asthma bronchiale) kommt es häufig zu einem Mundsoor, einer Candida-Infektion des Mundraumes. Die Erkrankung zeigt sich in Form von weißen, schwer abstreifbaren Auflagerungen von Wangenschleimhaut, Gaumen und Zunge. Mundsoor kann schmerzhaft sein und durch eine Trinkverweigerung auffallen, i.d.R. wird der Pilzbefall jedoch gar nicht wahrgenommen und ist ein Zufallsbefund. Leichter Mundsoor ist bei immunkompetenten Kindern häufig selbstlimitierend. Dennoch sollte jeder Patient mit Mundsoor ärztlich vorgestellt und die Ursache geklärt werden. Darüber hinaus ist eine lokale Antimykotika-Therapie indiziert.

Insb. persistierender Mundsoor kann das erste Zeichen für einen Diabetes mellitus oder einen Immundefekt sein!

Allgemeine Maßnahmen

  • Präventiv und bei bereits vorliegendem Mundsoor
    • Strikte Händehygiene
    • Heruntergefallene Schnuller NIE ablecken, sondern abspülen
    • Abkochen von Saugern und Babyflaschen
  • Bei Vorliegen eines Mundsoors beim gestillten Säugling: Zusätzliches Säubern der Brustwarzen nach dem Stillen mit gebräuchlichem Waschgel, danach Trocknen an der Luft und behandeln mit lokalen Antimykotika

Antimykotische Therapie

  1. Wigger, Stange: Medikamente in der Pädiatrie: Inklusive Neonatologie/ Intensivmedizin. 4. Auflage Urban & Fischer 2013, ISBN: 3-437-21454-3 .