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Vorgehen bei Fieber und/oder Schmerzen im Kindes- und Jugendalter (inkl. Dosierungen)

Letzte Aktualisierung: 19.4.2021

Vorgehen bei Fieber und/oder Schmerzentoggle arrow icon

Fieber ist ein wichtiger Abwehrmechanismus des Körpers und besteht ab einer Erhöhung der Körperkerntemperatur (je nach Quelle) auf 38 °C bzw. 38,5 °C rektal gemessen. Nachdem eine kausal behandlungsbedürftige Fieberursache ausgeschlossen bzw. antherapiert wurde, erfolgt eine symptomatische antipyretische Therapie, bei Beeinträchtigung des Kindes auch medikamentös.

Schmerzen sind ein in der Pädiatrie sehr häufig auftretendes Symptom und können ebenfalls eine Indikation für die Behandlung mit Paracetamol und Ibuprofen sein. Grundvoraussetzung ist auch hier, dass die Ursache erkannt und wenn nötig kausal anbehandelt wurde.

Physikalische Therapie bei Fieber

Ein orientiertes und waches Kind kann selbst am besten beurteilen was ihm gut tut, sodass man seinen Vorgaben entsprechen sollte.

Medikamentöse Therapie bei Fieber und/oder Schmerzen

ASS ist in der Kinder- und Jugendmedizin aufgrund der Gefahr des Reye-Syndroms streng kontraindiziert!

Ibuprofen (pädiatrisch) (z.B. Nurofen®, Ibuflam®, Iburon®)

  • Pädiatrische Dosierung [1]
    • Darreichungsformen: Orale Applikation als Saft , Tabletten , Schmelztabletten oder Trinktabletten ; rektale Applikation als Suppositorien ; intravenöse Applikation als Injektionslösung
    • Zugelassen ab >3 Mon. bzw. ab einem Körpergewicht >6 kg
    • Standarddosierung (alle Applikationsformen)
    • Dosierungsbeispiele
      • Kinder 3–6 Mon. (6–7,5 kg)
      • Kinder 8–10 kg
      • Kinder 10–15 kg
      • Kinder 15–20 kg
      • Kinder 20–30 kg
      • Kinder 30–40 kg
      • Kinder 40–50 kg
      • Kinder 50–60 kg
      • Kinder >60 kg bzw. ≥14 J.

Zu beachten

Keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Die Angaben erfolgen nach sorgfältigster redaktioneller Recherche. Insbesondere aktuelle Warnhinweise und veränderte Empfehlungen müssen beachtet werden.

Paracetamol (pädiatrisch) (z.B. Benuron®, Perfalgan®)

  • Pädiatrische Dosierung [1]
    • Darreichungsformen: Orale Applikation als Saft , Tabletten oder Pulver zum Auflösen ; rektale Applikation als Suppositorien ; intravenöse Applikation als Infusionslösung
    • Zugelassen ab einem Körpergewicht von >3 kg
    • Standarddosierung (alle Applikationsformen)
    • Dosierungsbeispiele
      • Kinder 3–6 kg
      • Kinder 7–9 kg
      • Kinder 10–12 kg
      • Kinder 13–18 kg
      • Kinder 19–25 kg
      • Kinder 26–32 kg
      • Kinder 33–43 kg
      • Kinder >50 kg und Jugendliche

Zu beachten

Keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Die Angaben erfolgen nach sorgfältigster redaktioneller Recherche. Insbesondere aktuelle Warnhinweise und veränderte Empfehlungen müssen beachtet werden.

  1. Wigger, Stange: Medikamente in der Pädiatrie: Inklusive Neonatologie/ Intensivmedizin. 4. Auflage Urban & Fischer 2013, ISBN: 3-437-21454-3 .