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Subclavian-Steal-Syndrom

Letzte Aktualisierung: 3.8.2021

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Das Subclavian-Steal-Syndrom ist eine meist durch Arteriosklerose bedingte Stenose bzw. ein Verschluss der A. subclavia proximal des Abgangs der A. vertebralis. Folge kann ein „Anzapfen“ des Blutes via der beiden Aa. vertebrales aus der gegenüberliegenden A. subclavia sein, um die Perfusion des betroffenen Armes aufrecht zu erhalten. Durch diesen Kollateralkreislauf wird zwar die Durchblutung des Armes verbessert, jedoch entsteht eine zentrale Minderdurchblutung, die insbesondere bei körperlicher Aktivität neben Schwindel auch zu drop attacks führen kann. Diagnostisch ist eine Blutdruckdifferenz der Arme von >20 mmHg charakteristisch.

Stenose in der A. subclavia proximal des Abgangs der A. vertebralis → Druckabfall hinter der Stenose mit Minderperfusion des ipsilateralen Armes → Entwicklung eines Kollateralkreislaufs → Kollateralkreislauf führt zu Flussumkehr in der ipsilateralen A. vertebralis und zu vermindertem Blutfluss in der A. basilaris → Verbesserung (aber nicht Normalisierung) der Durchblutung des betroffenen Armes zu Lasten der zerebralen Perfusion

  • Zentral: Vor allem bei körperlicher Betätigung, meist bei Arbeit mit dem Arm der betroffenen Seite
  • Im Arm der betroffenen Seite
    • Belastungsabhängig ischämiebedingte Schmerzen und Parästhesien
    • Abgeschwächter Radialispuls bei blasser, kühler Extremität
    • Blutdruck geringer als auf der Gegenseite (>20 mmHg)

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  2. Siewert: Chirurgie. 8. Auflage Springer 2006, ISBN: 978-3-540-30450-0 .
  3. Masuhr, Neumann: Duale Reihe Neurologie. 6. Auflage Thieme 2007, ISBN: 978-3-131-35946-9 .