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Spurensicherung

Letzte Aktualisierung: 19.4.2021

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Die Spurensicherung ist ein wichtiges Instrument für die Rekonstruktion eines Tatherganges bzw. zur Überführung eines Täters. In der Regel sollten alle Spuren und Proben mit Stieltupfern gesichert und luftgetrocknet werden. In der DNA-Analyse sind vor allem nicht-codierende DNA-Abschnitte und Short-Tandem-Repeats interindividuell verschieden und deshalb für die Identifizierung eines Täters entscheidend. Wichtige Informationen können auch durch die Sicherstellung und Identifizierung von Flüssigkeiten gewonnen werden. Blut kann z.B. von anderen Flüssigkeiten mithilfe von Luminollösungen und Wasserstoffperoxidlösungen unterschieden werden.

Neben DNA-Spuren sind Haare, Fasern, Fremdkörper, Blut, Sperma und Speichelproben mit Stieltupfern zu entnehmen. Die Asservate müssen gekühlt und sachgerecht gelagert werden.

Alle Spuren müssen zur Asservierung in der Regel luftgetrocknet sein!

DNA-Analyse

Mithilfe einer forensischen DNA-Analyse können DNA-Profile erstellt werden, mit denen die Identifikation einer Person (z.B. Täteridentifizierung an Spuren oder Identifizierung von Leichen) gelingen kann.

  • Analyse der nicht-codierenden DNA-Abschnitte: Im Gegensatz zu den codierenden Abschnitten interindividuell verschieden
  • Analyse der Short-Tandem-Repeats (STR): Ebenfalls interindividuell verschieden (wird zudem zur Abklärung einer möglichen Vaterschaft verwendet)

Blutnachweis

Bei der Spurensicherung nachgewiesenes Blut muss auf seine Herkunft geprüft werden. Blut kann mithilfe einer Luminollösung und UV-Licht von vielen anderen Substanzen unterschieden werden

Spurensicherung nach Sexualdelikt

Ziele

  • Genaue Dokumentation der Verletzungen
  • Beweismittelsicherung
  • Ggf. ärztliche Behandlung der Verletzungen

Vorgehen

Keine Verwendung von Gleitmitteln, um Proben nicht zu verfälschen!

  1. Madea, Dettmeyer: Basiswissen Rechtsmedizin. 1. Auflage Springer 2007, ISBN: 978-3-540-71428-6 .
  2. Skriptum Rechtsmedizin .
  3. Diedrich et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Springer 2006, ISBN: 978-3-540-32868-1 .