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Spinaliom (Plattenepithelkarzinom der Haut…)

Abstract

Das Plattenepithelkarzinom der Haut (Spinaliom) entsteht zumeist nach langjähriger Vorschädigung durch UV-Strahlung, chemische Noxen oder chronische Hautläsionen (z.B. entzündlich oder posttraumatisch) und imponiert initial meist in Form von relativ unauffälligen, gelblich-grauen Plaques. Im Verlauf entwickeln sich exulzerierende oder endophytische Tumoren mit Blutungsneigung. Die Therapie besteht in der chirurgischen Exzision, während fortgeschrittene Tumoren meist nur noch einer palliativen Radiochemotherapie zugeführt werden können.

Epidemiologie

  • Geschlecht: >
  • Inzidenz steigt mit dem Lebensalter

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologie

Symptome/Klinik

  • Hauterscheinung
    • Initial: Unauffällige, gelblich-graue Plaques mit Keratose, breitbasig aufsitzend
    • Im Verlauf: Leicht verletzliche Tumoren mit exophytischem oder endophytischem Wachstum
  • Hauptlokalisation: Sonnenexponierte Areale (90% im Gesicht), Übergangs-Schleimhäute (z.B. Lippen)
  • Wachstumsverhalten
    • Schnelles Wachstum über wenige Monate
    • Metastasierung: Selten und spät, zunächst lokalisiert lymphogen

Stadien

Diagnostik

  • Klinische Diagnose
  • Sicherung der Diagnose mittels Probeexzision

Pathologie

  • Epithelialer Tumor mit Verhornungsneigung
  • Hornperlen aus ringförmig geschichteten Spinaliomzellen

Zum Vergleich: Normalbefunde

Differentialdiagnosen

  • Basaliom
  • Keratoakanthom
    • Definition: Hochdifferenzierter Hauttumor, der im höheren Lebensalter auftritt
    • Charakteristika
      • Schnelles Wachstum (innerhalb 2–3 Monate) an lichtexponierten Hautarealen
      • Typisches makroskopisches Zeichen: Zentral hervorstehender Hornkegel
      • Histologie: Zentraler, horngefüllter Krater, der lippenförmig von Plattenepithel eingefasst wird
    • Therapie: Der Tumor heilt meist ohne Behandlung ab. Nicht selten ist eine Abgrenzung zu einem verhornenden Plattenepithelkarzinom jedoch schwierig, so dass eine chirurgische Entfernung des Tumors präferiert werden sollte.
  • Weitere verruciforme und keratotische Veränderungen (z.B. aktinische Keratose, seborrhoische Keratose)

Die hier aufgeführten Differentialdiagnosen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Therapie

  • Entfernung im Gesunden
    • Chirurgisches Spektrum von lokaler Exzision bis hin zu komplexen plastisch-chirurgischen Eingriffen
  • Evtl. Radiotherapie
  • (Radio‑)Chemotherapie bei Inoperabilität oder Metastasierung

Patienteninformationen

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.