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Sonographische Untersuchung der Milz

Letzte Aktualisierung: 31.3.2021

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Die Milz liegt im linken Oberbauch dorsal des Magens und unmittelbar kaudal des Zwerchfells. Die sonographische Untersuchung der Milz ist Bestandteil jeder Abdomensonographie. Indiziert ist sie z.B. bei Verdacht auf eine Splenomegalie infolge einer portalen Hypertension oder auch bei Verdacht auf Milzverletzungen.

Die Milz wird im hohen Flankenschnitt links untersucht. Damit eine optimale Schallkopfposition möglich ist, muss sich der Patient gegebenenfalls auf die rechte Seite drehen. Die Milz wird durch einen Interkostalraum hindurch komplett im Längsschnitt durchmustert. Sie stellt sich als homogenes Organ mit mittlerer Echogenität dar. Als anatomische Normvariante können am unteren Milzpol oder am Milzhilus sog. Nebenmilzen auftreten.

  • Lage
  • Form: Kaffeebohnenförmig
  • Größe
    • Höhe/Dicke: 4 cm
    • Breite: 7 cm
    • Länge: 11 cm
  • Verlauf: Etwa parallel zur 10. Rippe

Für eine ausführliche Erläuterung des Organs siehe → Milz.

Zu den Indikationen für eine Milzsonographie gehören (Auswahl):

  • Hoher Flankenschnitt links
  • Ggf. zusätzliche Schnittebenen: Interkostalschnitt

Für die Untersuchung der Milz liegt der Patient am besten auf der rechten Seite und hebt den linken Arm über den Kopf. Die Interkostalräume werden auf diese Weise gespreizt und lassen eine bessere Beurteilung zu. Die Milz wird in der koronaren und transversalen Ebene durchmustert.

Koronare Durchmusterung

  1. Schallkopf im hohen Flankenschnitt links aufsetzen, ggf. einen Interkostalraum nach oben oder unten verschieben und den Schallkopf um die Kabelachse drehen
  2. Schwenkbewegung nach ventral und dorsal durchführen
    • Milz komplett durchmustern
    • Besondere Aufmerksamkeit: Hilus und kaudaler Nierenpol, da hier Prädilektionsstellen für Nebenmilzen liegen

Transversale Durchmusterung

  1. Aus dem hohen Flankenschnitt den Schallkopf um 90° gegen den Uhrzeigersinn drehen
    • Milz mittig einstellen
  2. Schallkopf nach kranial und kaudal bewegen
    • Milz komplett von kranial nach kaudal durchmustern
  • Form: Sichelförmig
  • Aussehen
  • Normwerte
    • Länge: ca. 12 cm
    • Dicke : ca. 4 cm
  • Anatomische Variante: Nebenmilz
    • Definition: Angeborenes akzessorisches Milzgewebe
    • Lage: Meist am Hilus, selten am unteren Pol
    • Aussehen: In der Regel kugelig/knotenförmig und echogleich zum übrigen Milzgewebe
    • Konsequenz: In der Regel keine
    • Differentialdiagnosen: Lymphknoten oder Teile des Pankreasgewebes

Für pathologische Befunde der Milz, siehe auch Bildatlas SonographiePathologische Befunde der Milz-Sonographie.