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Rhabdomyolyse und Crush-Syndrom

Letzte Aktualisierung: 17.3.2021

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Ein ausgeprägter Zerfall quergestreifter Muskulatur (Rhabdomyolyse) kann über die Freisetzung von Muskelbestandteilen zu einem Crush-Syndrom führen, welches durch eine Schocksymptomatik sowie eine akute Nierenschädigung gekennzeichnet ist. Als Auslöser einer Rhabdomyolyse kommen neben einer traumatischen Schädigung (bspw. Muskelquetschung) v.a. genetische bzw. infektiöse Erkrankungen sowie diverse Pharmaka infrage. Laborchemisch ist eine Erhöhung von Kreatinkinase, Lactatdehydrogenase und Myoglobin typisch.

Therapeutisch sollte die zugrunde liegende Ursache der Rhabdomyolyse nach Möglichkeit beseitigt werden. Um das Ausmaß der akuten Nierenschädigung zu begrenzen, sind zudem eine forcierte Diurese unter genauer Flüssigkeits- und Elektrolytbilanzierung sowie die Alkalisierung des Urins wichtig. Weitere Maßnahmen richten sich nach dem individuellen Schweregrad des Krankheitsbildes.

Zerfall von Muskelmasse (Rhabdomyolyse) aufgrund von:

Bei der Crush-Niere handelt es sich um ein akutes myoglobinurisches Nierenversagen!

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

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  2. Dietel et al.: Harrisons Innere Medizin (2 Bände). 16. Auflage ABW Wissenschaftsverlagsgesellschaft 2005, ISBN: 978-3-936-07229-7 .
  3. Centrum für Reisemedizin: CRM-Handbuch Reisemedizin. 45. Auflage CRM 2010, ISBN: 978-3-941-38604-4 .