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Protonenpumpenhemmer

Letzte Aktualisierung: 27.1.2021

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Protonenpumpeninhibitoren sind die wirksamsten magensäurereduzierenden Medikamente und haben H2-Antihistaminika wie Ranitidin weitestgehend abgelöst. Grund dafür ist die effektive (vollständige und irreversible) Hemmung der H+/K+-ATPase in den Parietalzellen des Magens. Der gastrale pH-Anstieg wird u.a. zur Therapie der Refluxkrankheit, des Ulcus ventriculi und duodeni sowie in Kombination mit Antibiotika bei der Helicobacter-pylori-Eradikation eingesetzt. Die vorwiegend gastrointestinalen Nebenwirkungen nehmen im Verlauf der Therapie ab. Da es bei intravenöser Gabe zu irreversiblen Sehstörungen kommen kann, sollte die orale Gabe bevorzugt werden.

Omeprazol

Wirkstoff Omeprazol (z.B. Omep® Antra®)
Applikation
  • p.o.
  • i.v.
Standarddosierungen
  • Omeprazol 20–40mg p.o. oder i.v. 1×/d zur Akutbehandlung
Indikationen
Zu beachten
  • Dauermedikation möglichst vermeiden
  • Rebound-Phänomen beim Absetzen, daher ausschleichend absetzen
  • Risikoerhöhung für Clostridioides-difficile-assoziierte Diarrhö und Pneumonie
  • Inhibition von CYP2C19

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe
Dosisanpassungen

Pantoprazol

Wirkstoff Pantoprazol (z.B. Pantozol®)
Applikation
  • p.o.
  • i.v.
Standarddosierungen
  • Pantoprazol 40 mg p.o. oder i.v. 1×/d zur Akutbehandlung
Indikationen
Zu beachten

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe
Dosisanpassungen

Lansoprazol

Wirkstoff Lansoprazol (z.B. Lansoprazol-ratiopharm®)
Applikation
  • p.o.
Standarddosierungen
Indikationen
Zu beachten

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe
Dosisanpassungen

Rabeprazol

Wirkstoff Rabeprazol (z.B. Rabeprazol-ratiopharm®)
Applikation
  • p.o.
Standarddosierungen
Indikationen
Zu beachten

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe
Dosisanpassungen

Esomeprazol

Wirkstoff Esomeprazol (z.B. Nexium®)
Applikation
  • p.o.
  • i.v.
Standarddosierungen
Indikationen
Zu beachten
  • Dauermedikation möglichst vermeiden
  • Rebound-Phänomen beim Absetzen, daher ausschleichend absetzen
  • Risikoerhöhung für Clostridioides-difficile-assoziierte Diarrhö und Pneumonie
  • Inhibition von CYP2C19

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der Hilfsstoffe
Dosisanpassungen

Keine Gewähr für Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität der bereitgestellten Inhalte. Die Angaben erfolgen nach sorgfältigster redaktioneller Recherche. Insbesondere aktuelle Warnhinweise und veränderte Empfehlungen müssen beachtet werden. Soweit nicht anders genannt, beziehen sich die genannten Empfehlungen auf Erwachsene.

Die Vergleichsdaten zur Wirkung der verschiedenen PPI sind sehr heterogen. Im Allgemeinen wird jedoch von einer gleichen Wirkung bei entsprechender Dosierung ausgegangen. [2][3][4]

Standarddosen

PPI Standarddosis
Omeprazol 20 mg
Pantoprazol 40 mg
Lansoprazol 30 mg
Rabeprazol 20 mg
Esomeprazol 20 mg (kontrovers)

Die max. Reduktion der Säurebildung ist bei allen PPI gleich! Daher kann die Auswahl des Wirkstoffes nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen.

Es werden die wichtigsten Nebenwirkungen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

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PPI

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  1. Gastro-oesophageal reflux disease and dyspepsia in adults: investigation and management. Stand: 1. September 2014. Abgerufen am: 3. September 2019.
  2. Klok et al.: Meta-analysis: comparing the efficacy of proton pump inhibitors in short-term use In: Alimentary Pharmacology & Therapeutics. Band: 17, Nummer: 10, 2003, doi: 10.1046/j.1365-2036.2003.01562.x . | Open in Read by QxMD p. 1237-1245.
  3. Hellström, Vitols: The Choice of Proton Pump Inhibitor: Does it matter? In: Basic & Clinical Pharmacology & Toxicology. Band: 94, Nummer: 3, 2004, doi: 10.1111/j.1742-7843.2004.pto940302.x . | Open in Read by QxMD p. 106-111.
  4. Shi, Klotz: Proton pump inhibitors: an update of their clinical use and pharmacokinetics In: European Journal of Clinical Pharmacology. Band: 64, Nummer: 10, 2008, doi: 10.1007/s00228-008-0538-y . | Open in Read by QxMD p. 935-951.
  5. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  6. Lüllmann et al.: Pharmakologie und Toxikologie. 15. Auflage Thieme 2002, ISBN: 3-133-68515-5 .
  7. Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie 2012 .
  8. Battegay (Hrsg.): Siegenthalers Differentialdiagnose. 20. Auflage Thieme 2012, ISBN: 978-3-133-44820-8 .