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Postaggressionsstoffwechsel (Postaggressionssyndrom…)

Abstract

Der Postaggressionsstoffwechsel bezeichnet die metabolischen Reaktionen des Körpers auf einen Gewebeschaden. Gerade bei Operationen, die mit großen Gewebedefekten sowie Flüssigkeitsverlusten einhergehen, kommt es zur Ausschüttung verschiedener Hormone, die eine stark katabole Stoffwechsellage induzieren. Es kommt zu Glykogenolyse, Lipolyse und Proteolyse. Die Stickstoffbilanz ist negativ und bringt einen klinisch sichtbaren Muskelabbau mit sich. Die katabole Stoffwechsellage kann durch hochkalorische, parenterale Ernährung sowie Insulingabe kontrolliert werden.

Definition

Unspezifische Reaktion des menschlichen Körpers auf ein Gewebetrauma oder einen Schock. Häufig infolge einer Operation und/oder einer Narkose.

Ätiologie

  • Gewebetrauma (häufig nach großen operativen Eingriffen)
  • Schock mit Flüssigkeitsverlust
  • Narkose

Pathophysiologie

Symptome/Klinik

Die Ausprägung der klinischen Symptome ist abhängig von:

  • Schwere, Lokalisation und Dauer des Traumas
  • Alter des Patienten
  • Begleiterkrankungen

Klinische Symptome

  • Fieber
  • Tachypnoe und Tachykardie
  • Appetitminderung
  • Durst und Oligurie bis zum akuten Nierenversagen
  • Adynamie und Müdigkeit
  • Depressive Symptomatik
  • Hypermetabolismus

Stadien

Der Postaggressionsstoffwechsel tritt meist am 2. bis 4. postoperativen Tag auf und dauert mehrere Tage bis wenige Wochen an. Er kann in vier verschiedene Phasen unterteilt werden.

  1. Verletzungsphase (Dauer: 2–3 Tage, evtl. länger): Negative Stickstoffbilanz, stark katabole Stoffwechsellage
  2. Wendephase (Dauer: 2–3 Tage)
  3. Anabole Phase (Dauer: ca. 2–3 Wochen): Positive Stickstoffbilanz
  4. Erholungsphase

Diagnostik

Labor

Therapie

Komplikationen

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Prävention