Zugang zu fachgebietsübergreifendem Wissen – von > 70.000 Ärzt:innen genutzt

5 Tage kostenfrei testen
Von ärztlichem Redaktionsteam erstellt & geprüft. Disclaimer aufrufen.

Pityriasis versicolor

Letzte Aktualisierung: 13.7.2020

Abstracttoggle arrow icon

Die Pityriasis versicolor bezeichnet eine nicht entzündliche Pilzerkrankung der Hautoberfläche, die mit kleinfleckigen Pigmentstörungen einhergeht und vor allem junge Männer in den Sommermonaten betrifft. Charakteristisch ist der namensgebende Farbumschlag, der nach UV-Exposition auftritt und zu einer Hypo- oder Depigmentierung der zuvor bräunlichen Läsionen führt. Bei gesunden Menschen besitzt die Erkrankung hauptsächlich kosmetischen Wert, während immunsupprimierte Patienten eine papulopustulöse Follikulitis entwickeln können.

  • Weltweit verbreitet
  • Vor allem junge Männer betroffen

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

  • Pityriasis versicolor rubra
  • Pityriasis versicolor alba
    • Farbwechsel nach UV-Exposition
    • Hypo- oder Depigmentierung der betroffenen Areale
  • Sonderform:
    • Pityrosporum-Follikulitis
      • Auftreten bei immunsupprimierten Patienten (z.B. Zytostatikatherapie, HIV)
      • → Papulopustulöse Follikulitis

  • Hobelspanphänomen: Auslösen einer feinen, weißlichen Schuppung bei Bestreichen eines betroffenen Areals
  • Mikroskopischer Nachweis

AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differentialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Meist nur kosmetische Relevanz
  • Lokale Azoltherapie mittels Shampoo, ggf. systemische Azoltherapie
  • B36.-: Sonstige oberflächliche Mykosen
    • B36.0: Pityriasis versicolor
      • Tinea: flava, versicolor
    • B36.1: Tinea nigra
      • Keratomycosis nigricans palmaris, Microsporosis nigra, Pityriasis nigra
    • B36.2: Piedra alba [weiße Piedra]
    • B36.3: Piedra nigra [schwarze Piedra]
    • B36.8: Sonstige näher bezeichnete oberflächliche Mykosen
    • B36.9: Oberflächliche Mykose, nicht näher bezeichnet

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Moll, Jung: Duale Reihe Dermatologie. 6. Auflage Thieme 2005, ISBN: 978-3-131-26686-6 .
  2. Sterry, Paus: Checkliste Dermatologie. 5. Auflage Thieme 2004, ISBN: 3-136-97005-5 .
  3. Fritsch: Dermatologie und Venerologie: Lehrbuch und Atlas. Springer , ISBN: 978-3-662-21771-9 .