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Pityriasis rosea

Letzte Aktualisierung: 18.6.2018

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Die Pityriasis rosea (Röschenflechte) ist eine Dermatitis unklarer Genese, die sich mit stammbetonten, ovalen erythematosquamösen Plaques manifestiert und meist selbstlimitierend abheilt. Charakteristisch ist der Beginn der Erkrankung mit einem „Primärmedaillon“, das als einzelne, münzgroße Läsion auftritt. Im Verlauf entwickeln sich multiple rundliche Herde, die meist symptomarm sind und allenfalls zu Juckreiz führen. Eine Behandlung ist nicht notwendig.

  • Häufigkeitsgipfel: 10.–35. Lebensjahr
  • Rezidive selten

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

  • Ursache unbekannt
  • Effloreszenz:
    • In 90% der Fälle asymptomatischer Primärherd am Stamm: Einzelne, münzgroße Primärplaque („Plaque mère“, „Mutterplatte“, „Primärmedaillon“) mit schuppigem Saum („Collerette“)
    • Im Verlauf Entstehung multipler, klein-ovalärer Herde mit ebenfalls schuppigem Saum, die sich an den Spaltlinien der Haut orientieren
    • Aussparung von Händen, Füßen und Gesicht
    • Spontanes narbenfreies Ausheilen nach 6–8 Wochen
  • Geringe Allgemeinsymptomatik, in Einzelfällen ausgesprochener Juckreiz

  • Klinische Diagnose
  • Labor unauffällig
  • Meist keine Therapie notwendig, evtl. symptomatisch bei Juckreiz
  • L42: Pityriasis rosea

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Moll, Jung: Duale Reihe Dermatologie. 6. Auflage Thieme 2005, ISBN: 978-3-131-26686-6 .
  2. Sterry, Paus: Checkliste Dermatologie. 5. Auflage Thieme 2004, ISBN: 3-136-97005-5 .