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Parasympathomimetika

Letzte Aktualisierung: 1.4.2021

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Parasympathomimetika können anhand ihrer Wirkungsweise in direkte und indirekte Formen unterschieden werden. Direkte Parasympathomimetika vermitteln über eine Bindung an den M-Cholinorezeptor eine cholinerge Wirkung und werden bspw. in der Augenheilkunde eingesetzt, um eine Miosis herbeizuführen. Indirekte Parasympathomimetika steigern hingegen über eine Hemmung der Acetylcholinesterase die Wirkung des körpereigenen Acetylcholins. Sie werden bspw. zur Therapie bei Myasthenia gravis oder postoperativer Darmatonie sowie zur Antagonisierung nicht-depolarisierender Muskelrelaxantien verwendet.

Wirkmechanismus Wirkstoffe
Direkte Parasympathomimetika
  • Bindung an M-Cholinorezeptoren
  • Pilocarpin
  • Carbachol
  • Bethanechol
Indirekte Parasympathomimetika
  • Reversible Hemmung der Acetylcholinesterase
  • Neostigmin
  • Pyridostigmin
  • Distigmin
  • Physostigmin (ZNS-gängig!)
  • Edrophonium
  • Antidementiva
    • Donepezil
    • Rivastigmin
    • Galantamin

Organ Wirkung
Auge
Bronchialsystem
Herz
  • Bradykardie
  • Verlängerung der AV-Überleitung (AV-Blockade möglich!)
Gefäße
  • Leichte Senkung des Blutdrucks
Magen-Darm-Trakt
  • Peristaltik↑
  • Speichel- und Magensaftsekretion↑
Schweißdrüsen
  • Sekretion↑
Harnblase

Direkte Parasympathomimetika

Indirekte Parasympathomimetika

Zur Parasympathomimetika-Vergiftung siehe auch: Phosphorsäureester

Es werden die wichtigsten Nebenwirkungen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

  1. Allgemeine und Spezielle Pharmakologie und Toxikologie 2012 .