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MALT-Lymphom

Letzte Aktualisierung: 29.8.2019

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Beim MALT (Mucosa Associated Lymphoid Tissue)-Lymphom handelt es sich um ein B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom mit meist niedrig-malignem Verlauf. Ätiologisch geht der Erkrankung oft eine Typ-B-Gastritis mit Helicobacter-pylori-Infektion voraus. Außer unspezifischen Allgemeinsymptomen (Bauchschmerzen, Schwächegefühl) sind klinisch nur eine Anämie und in einigen Fällen eine Hämatemesis zu erwarten. Die Diagnose wird mit den in der Ösophagogastroduodenoskopie gewonnenen Biopsaten anhand der Histologie und Immunhistochemie (Infiltrate mittelgroßer lymphoider Zellen: CD-20-positiv) gesichert. Therapeutisch gibt es eine Besonderheit: Das MALT-Lymphom ist das einzige Lymphom, bei dem im Frühstadium durch die Beseitigung der Ursache (HP-Eradikation) eine vollständige Remission möglich ist. Im Spätstadium ist eine Polychemotherapie nach dem CHOP-Schema + Rituximab (bei CD-20 Positivität) und ggf. eine Radiatio indiziert.

Allgemein

Bei der Behandlung des MALT-Lymphoms kommen stadiengerecht Antibiotika, chirurgische Verfahren, Chemotherapie u./o. Bestrahlung zur Anwendung.

Vereinfachtes Therapieschema für MALT des Magens

Stadium (nach Ann-Arbor in der Modifikation von Musshoff) Therapie
Stadium I
Stadium II
Stadium III/IV
  • Polychemotherapie (CHOP)
    • Zeigt sich das Lymphom CD-20-positiv (Regelfall!), wird eine Kombination mit Rituximab (R-CHOP) empfohlen

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  2. Gerok: Die Innere Medizin. 11. Auflage Schattauer 2007, ISBN: 978-3-794-52222-4 .
  3. Fischbach et al.: S2k-Leitlinie Helicobacter pylori und gastroduodenale Ulkuskrankheit 2016, doi: 10.1055/s-0042-102967 . | Open in Read by QxMD .