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Listeriose

Letzte Aktualisierung: 18.11.2020

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Bei der Listeriose handelt es sich um eine durch grampositive Listerien hervorgerufene Infektionskrankheit. Die Erreger gelangen in der Regel über die orale Aufnahme kontaminierter Nahrungsmittel (v.a. Rohmilchprodukte) in den menschlichen Organismus. Bei Immunkompetenten kommt es dabei nur selten zur Infektion und noch seltener zu einem ausgeprägten Krankheitsbild. Immunsupprimierte, Neugeborene und Schwangere haben dagegen ein erhöhtes Risiko eine lebensgefährliche Listerienmeningitis zu entwickeln, die mit Ampicillin behandelt werden sollte. Bei einer Listeriose während der Schwangerschaft ist zudem der Fötus über eine transplazentare Übertragung (häufig Fruchttod) oder über direkten Kontakt beim Geburtsvorgang gefährdet, eine schwere lebensgefährliche neonatale Listeriose zu entwickeln.

  • Erreger
  • Infektionsweg
    • Kontaminierte Nahrungsmittel: Vor allem Rohmilchprodukte
    • Vermehrung trotz Kühlung im Kühlschrank möglich
    • Transplazentare Übertragung während der Schwangerschaft

Klinik

Bei immunkompetenten Patienten kommt es nur selten zur Infektion und die Erkrankung verläuft dann auch zumeist asymptomatisch bis grippeähnlich. Gelegentlich (v.a. bei immunsupprimierten Patienten) kann es zur Listerienmeningitis, Enzephalitis und zur septischen Streuung kommen.

Manifeste Listeriose

Antibiotische Therapie

  1. Wahl: Ampicillin in Kombination mit Gentamicin
  2. Wahl: Cotrimoxazol (z.B. bei Vorliegen einer Penicillinallergie)
  • Potentiell Listerien-haltige Lebensmittel sollten insb. bei Risikopatienten vermieden bzw. vor dem Verzehr zur Abtötung der Listerien ausreichend erhitzt werden.
    • Lebensmittel (z.B. Fleisch, Fisch) mind. 2 Min. >70 °C erhitzen

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Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 .
  2. Listeriose, RKI-Ratgeber für Ärzte. Stand: 1. Juli 2015. Abgerufen am: 4. Oktober 2017.