• Klinik

Knochenszintigraphie (Skelettszintigraphie)

Abstract

Die Knochenszintigraphie ist ein nuklearmedizinisches Verfahren zur Darstellung der Stoffwechselaktivität von Knochen bzw. zur Detektierung von Bereichen erhöhter Stoffwechselaktivität. Vor allem zum Aufsuchen von Knochenmetastasen, aber auch zum Beispiel von entzündlichen Prozessen, hat dieses bildgebende Verfahren eine besondere klinische Bedeutung. Es erfolgt die Gabe eines radioaktiv markierten Bisphosphonats, welches sich am Knochen - insbesondere an stoffwechselaktiven Bereichen - anreichert. Mittels einer Gammakamera wird die radioaktive Strahlung detektiert und somit ein Knochenszintigramm erstellt.

Indikation

Verfahren mit sehr hoher Sensitivität zur Detektion von Knochenarealen mit erhöhter Stoffwechselaktivität

Kontraindikation

Es werden die wichtigsten Kontraindikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Technischer Hintergrund

  • Venöse Verabreichung radioaktiv markierter (Technetium-99m) Bisphosphonate
  • Anreicherung in Gebieten mit hoher Stoffwechselaktivität („Hot-Spots“)
  • Aufnahme mit Gammakamera → Knochenszintigramm
  • Anreicherung vor allem abhängig von
    • Osteoblasten-Aktivität
    • Durchblutung
    • Kapillarpermeabilität
    • Osteoidgehalt
    • Knochenoberfläche

Ablauf/Durchführung

  • I.v. Injektion von radioaktiv markierten Bisphosphonaten
  • Aufnahme mit Gammakamera
  • Je nach Fragestellung Aufnahme zu unterschiedlichen Zeitpunkten
    • Einphasenszintigramm
      • Meist während Knochenstoffwechselphase: Nach 2-5 Stunden
    • Mehrphasenszintigramm (Drei-Phasen-Skelettszintigraphie) → Erlaubt genauere Informationen bzgl. der Durchblutung (insbesondere bei entzündlichen/rheumatologischen Erkrankungen)
      • Perfusionsphase (auch arterielle oder Einstromphase) → Nach 0-60 Sekunden
      • Frühstatisch: Blutpoolphase (auch venöse oder Weichteilphase) → Nach 2-5 Minuten
      • Spätstatisch: Knochenstoffwechselphase → Nach 2-5 Stunden
    • SPECT-Technik
      • Überlagerungsfreie dreidimensionale Darstellung auffälliger Areale und Beurteilung von Schnittbildern möglich
  • Renale Elimination des Radiopharmakons mit Mehrbelegung der ableitenden Harnwege

Interpretation/Befund