• Klinik

Insulinom

Abstract

Das zur Gruppe der neuroendokrinen Tumoren gehörende, meist gutartige Insulinom wächst in der Regel als hormonaktiver Tumor der Bauchspeicheldrüse (ca. 1% auch ektop) und manifestiert sich zumeist durch rezidivierende Spontanhypoglykämien bei Nahrungskarenz. Diagnostisch kann dies mittels Durchführung eines Hungertests genutzt werden, bei dem unter stationärer Überwachung nach 72-stündigem Fasten die Insulinkonzentration gemessen wird und bei positiv ausfallendem Test erhöht ausfällt. Die Therapie der seltenen Erkrankung besteht in der chirurgischen Resektion des Adenoms, bei inoperablem Tumor (selten) kann auch eine medikamentöse Therapie mit dem Somatostatin-Analogon Octreotid zum Einsatz kommen.

Epidemiologie

  • Geschlecht: > (2:1)
  • Alter: Häufigkeitsgipfel 40.–60. Lebensjahr

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologie

  • Dignität: >90% gutartig, Insulinome mit einem Durchmesser <2 cm sind i.d.R. benigne
  • Anzahl: Meist solitär auftretend
    • Multiple Insulinome: Selten, insb. im Rahmen eines MEN 1 und bei der sehr seltenen Insulinomatose

Symptome/Klinik

  • Spontanhypoglykämien bei Nahrungskarenz
  • Autonome und neuroglucopenische Symptome der Hypoglykämie
    • Schwitzen, Zittern, Heißhunger, Übelkeit
    • Sehstörungen, Kopfschmerzen, Parästhesien, Krämpfe, Verhaltensänderungen
  • Besserung nach Nahrungsaufnahme
    • Sofortiger Effekt nach intravenöser Glucosegabe
  • Ggf. Gewichtszunahme

Diagnostik

Therapie

Weitere neuroendokrine Tumoren

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.