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Gonorrhö (Tripper)

Abstract

Gonorrhö (umgangssprachlich „Tripper“) wird durch Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae) ausgelöst und ist eine sexuell-übertragbare Erkrankung (STD). Nach einer Inkubationszeit von 2–7 Tagen kommt es beim Mann zu einer Harnröhrenentzündung (Urethritis) mit Juckreiz, eitrigem Ausfluss und Dysurie. Frauen hingegen können entweder asymptomatisch infiziert sein oder eine Vielzahl von lokalen Entzündungsreaktionen des Urogenitaltraktes bis hin zum akuten Abdomen entwickeln. Als Maximalversion gilt für beide Geschlechter die disseminierte Gonokokkeninfektion (DGI) mit hämorrhagischen Hautveränderungen, Sepsis und hämatogener Erregerstreuung. Therapie der Wahl bei der unkomplizierten Gonorrhö ist die kombinierte Einmalgabe von Ceftriaxon und Azithromycin.

Epidemiologie

  • Vorkommen: Weltweit häufige sexuell-übertragbare Erkrankung mit >100 Mio. Fällen pro Jahr
  • Alter: Hauptsächlich junge Menschen zwischen 15–25 J.

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologie

Klassifikation

Symptome/Klinik

Insb. bei Frauen ist ein asymptomatischer Verlauf der Gonorrhö möglich!

Diagnostik

  • Abstrich: Mikroskopischer und kultureller Erregernachweis → Gramnegative Diplokokken

Therapie

Therapie der unkomplizierten Gonorrhö [1]

Kalkulierte Therapie der aufsteigenden Infektion bei Gonorrhö (Obere Gonorrhö [1])

Therapie der disseminierten Gonokokkeninfektion [1]

Therapie der Gonorrhö in Schwangerschaft und Stillzeit [1]

Bei allen sexuell übertragbaren Erkrankungen müssen die Sexualpartner mitbehandelt werden, um einem Ping-Pong-Effekt vorzubeugen!

Komplikationen

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Prävention

  • Aufklärung über sexuell übertragbare Erkrankungen
  • Kondom zum Schutz vor urethraler, zervikaler und rektaler Infektion
  • Gonokokkenscreening für Personen mit häufig wechselnden Sexualpartnern sinnvoll, aber bisher nicht vorgesehen [1]
  • Gonokokken-Screening bei Schwangeren mit erhöhtem Risiko für STI mittels zervikalem Abstrich empfohlen [2]
  • Bei Infektion
    • Keine weiteren Sexualkontakte bis Therapieende
    • Benachrichtigung vorheriger Geschlechtspartner
      • Männer
        • Mit gonorrhoischer Urethritis: Alle Geschlechtspartner der letzten 2 Wochen bzw. letzten Geschlechtspartner (bei letztem Geschlechtsverkehr vor mehr als 2 Wochen)
        • Mit anderen Manifestationen: Alle Geschlechtspartner der letzten 3 Mon.
      • Frauen: Alle Geschlechtspartner der letzten 3 Mon.
    • Bei Schwangeren: Erkennen und Behandeln einer genitalen Gonokokken-Infektion
      • Eine Untersuchung auf Gonokokken ist leider kein obligater Teil der Schwangeren-Vorsorge [2]

Jeder Schwangeren sollte ein Gonokokken-Screening angeboten werden!

Meldepflicht

  • Keine bundesweite Meldepflicht mehr seit 2001
  • Labormeldepflicht nach IfSGMeldeVO (nur in Sachsen ): Nicht-namentliche Meldepflicht bei direktem Erregernachweis

Meditricks

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Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.