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Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Letzte Aktualisierung: 29.10.2020

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Bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) kommt es nach Infektion mit dem FSME-Virus über einen Zeckenstich zunächst zu grippeähnlichen Symptomen und im Verlauf zu neurologischen Ausfällen. Zu Beginn der Erkrankung erfolgt der direkte Virusnachweis mittels PCR, im Verlauf kann ein Antikörpernachweis wegweisend sein. Eine kausale Therapie existiert nicht; neben der Expositionsprophylaxe zur Vermeidung von Zeckenstichen wird vor Reisen in entsprechende Risikogebiete eine Impfung empfohlen.

  • Erreger: Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME-Virus), Gattung: Flavivirus
  • Infektionsweg
  • Risikogebiete in Deutschland [1]
    • Baden-Württemberg
    • Bayern
    • Hessen (Landkreis Odenwald, Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß Gerau, Offenbach, Main-Kinzig-Kreis, Marburg-Biedenkopf, Stadtkreis Darmstadt)
    • Niedersachsen (Landkreis Emsland)
    • Rheinland-Pfalz (Landkreis Birkenfeld)
    • Saarland (Landkreis Saar-Pfalz-Kreis)
    • Sachsen (Landkreis Vogtlandkreis, Erzgebirgskreis, Bautzen, Zwickau, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge)
    • Thüringen (Landkreis Jena, Gera, Saale-Holzland-Kreis, Saale-Orla-Kreis, Saalfeld-Rudolstadt, Hildburghausen, Sonneberg, Greiz, Ilm-Kreis, Suhl)

  • Allgemein: Klinik und Zeckenstich-Anamnese
  • Labordiagnostik
    • 1. Krankheitsphase: Direkter Erregernachweis im Blut mittels PCR
    • Ab 2. Krankheitsphase

Auch FSME-Impfungen können zu erhöhten FSME-IgM-Antikörpertitern führen.

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  • A84.-: Virusenzephalitis, durch Zecken übertragen
    • Inklusive: Virusmeningoenzephalitis, durch Zecken übertragen
    • A84.0: Fernöstliche Enzephalitis, durch Zecken übertragen [Russische Frühsommer-Enzephalitis]
    • A84.1: Mitteleuropäische Enzephalitis, durch Zecken übertragen
    • A84.8: Sonstige Virusenzephalitis, durch Zecken übertragen
      • Louping-ill-Krankheit [Spring- und Drehkrankheit]
      • Powassan-Enzephalitis
    • A84.9: Virusenzephalitis, durch Zecken übertragen, nicht näher bezeichnet

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Frühsommermeningoenzephalitis (FSME), RKI-Ratgeber für Ärzte. Stand: 18. August 2015. Abgerufen am: 14. Februar 2017.
  2. Epidemiologisches Bulletin Nr. 34/2017. Stand: 24. August 2017. Abgerufen am: 8. November 2017.
  3. Epidemiologisches Bulletin 34/2020. Stand: 20. August 2020. Abgerufen am: 14. September 2020.
  4. S1-Leitlinie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Stand: 6. Februar 2020. Abgerufen am: 10. Februar 2020.
  5. Epidemiologisches Bulletin Nr. 34/2018 .
  6. S1-Leitlinie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Stand: 19. Januar 2016. Abgerufen am: 25. Januar 2017.