• Klinik

Fibromyalgie-Syndrom

Abstract

Das Fibromyalgie-Syndrom ist ein häufiges chronisches Schmerzsyndrom, welches durch schmerzhafte Druckpunkte, vegetative Symptome und funktionelle Beschwerden charakterisiert ist. Es handelt sich um eine gutartige Erkrankung mit hohem Leidensdruck der Patienten.

Epidemiologie

  • Geschlecht: > (9:1)
  • Altersgipfel: 30.–50. Lebensjahr

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologie

  • Genetische Prädisposition

Symptome/Klinik

  • Obligat
    • Chronische Schmerzen vor allem an den Muskel- und Sehnenansätzen ("tender points")
    • Diagnosekriterium: 11 von 18 tender points über mindestens 3 Monate in 3 Körperregionen
  • Fakultativ
    • Vegetative Symptomatik
    • Funktionelle Symptomatik
      • Depressive Verstimmung
        • Ausgeprägte Tagesmüdigkeit
        • Schlafstörungen
      • Palpitationen
      • Assoziation mit Reizdarmsyndrom

Diagnostik

  • Klinische Diagnose
  • Per definitionem keine Laborveränderungen

Therapie

  • Aufklärungsgespräch
    • Gutartigkeit der Erkrankung
    • Verhaltenstipps: Regelmäßiger Sport, Entspannungsübungen, Krankengymnastik
  • Evtl. Antidepressiva und regelmäßige psychosomatische Betreuung

Patienteninformationen

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

  • M79.-: Sonstige Krankheiten des Weichteilgewebes, anderenorts nicht klassifiziert
    • Exklusive: Psychogene Schmerzen im Weichteilgewebe (F45.40)
    • M79.7-: Fibromyalgie (0)
      • Fibromyositis
      • Fibrositis
      • Juvenile Fibromyalgie
      • Myofibrositis

Lokalisation der Muskel-Skelett-Beteiligung

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.