Die aufgeführten Informationen richten sich an Studierende sowie Angehörige eines Heilberufes und ersetzen keinen Arztbesuch. Disclaimer aufrufen.

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Fachwissen für Mediziner im ärztlichen Alltag und Studium

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EPA - Notfälle erkennen und handeln

Letzte Aktualisierung: 14.10.2020

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Diese EPA (Entrustable Professional Activity) beschreibt eine ärztliche Kerntätigkeit in Umfang und Tiefe, wie sie Medizinstudierende unter dem genannten Supervisionsgrad am Ende des Praktischen Jahres durchführen können sollen. Sie gehört zu einem Set von insgesamt 12 ärztlichen Kerntätigkeiten für den Abschluss des Medizinstudiums und den Beginn der ärztlichen Weiterbildung.

Erläuterungen zum Konzept der EPAs und ihrer Bedeutung für die ärztliche Aus- und Weiterbildung finden sich im Kapitel EPA - Einführung zu Entrustable Professional Activities.

Die folgenden Inhalte zu den EPAs wurden in Zusammenarbeit mit M.Sc. Ylva Holzhausen und Prof. Dr. med. Harm Peters, MHPE, Dieter Scheffner Fachzentrum für Medizinische Hochschullehre und evidenzbasierte Ausbildungsforschung (https://dsfz.charite.de) der Charité – Universitätsmedizin Berlin erstellt. Die den EPAs für den ärztlichen Berufsbeginn zugrunde liegenden wissenschaftlichen Publikationen finden sich im Abschnitt „Quellen“.

Der/die PJ-Studierende kann am Ende des PJs eigenständig medizinische Notfälle erkennen, das Ausmaß grob abschätzen, Soforthilfe leisten und Hilfe zur weiteren Versorgung des Patienten/der Patientin herbeirufen.

Bestandteile dieser Tätigkeit

  1. Das Herbeiholen von Hilfe zur Unterstützung entsprechend der lokalen Möglichkeiten
  2. Den Beginn eines Basic-Life-Supports ohne technische Hilfsmittel bei Ausfall von Vitalfunktionen in jedem Lebensalter
  3. Den Beginn einer Reanimation mit technischen Hilfsmitteln bei erwachsenen Patienten mit Ausfall von Vitalfunktionen
  4. Das Erkennen von Zuständen mit drohender vitaler Gefährdung und ggf. überbrückende Versorgung
  5. Die umgehende Informierung des supervidierenden Arztes/der supervidierenden Ärztin und Anforderung von Unterstützung

Grad der Supervision und Eigenständigkeit

  • Zu erreichendes Ziel: Eigenständige Ausführung, bis Hilfe eintrifft, wobei Wichtiges nachgeprüft wird
  • Engeres Supervisionslevel und geringer Grad an Eigenständigkeit bei
    • Reanimation nicht erwachsener Patienten mit technischen Hilfsmitteln
    • Durchführung der weiteren Versorgung bei Zuständen mit vitaler Gefährdung

Die folgenden Kenntnisse, Fertigkeiten und Haltungen werden benötigt, um die beschriebene Tätigkeit durchführen zu können.

Kenntnisse

  • Rettungsketten im Krankenhaus und außerhalb
  • Manifestation, Pathophysiologie, Standard-Diagnostik und -Therapie von Zuständen mit drohender vitaler Gefährdung
  • Basic-Life-Support und Advanced-Life-Support
  • Atemwegsmanagement
  • Traumamanagement

Fertigkeiten

  • Erkennen und Erstversorgung bei Zuständen mit drohender vitaler Gefährdung
  • Initiierung einer Rettungskette
  • Durchführung von Basic-Life-Support und Advanced-Life-Support
  • Bedienung und Einsatz eines Defibrillators
  • Lagerung von Notfall-Patienten
  • Arbeiten im Team zur Versorgung eines Notfallpatienten

Haltungen

  • Rolle als Primärhelfer/Primärhelferin wahrnehmen
  • Wahrung von Fremd- und Eigenschutz

Notfalldiagnostik

Handlungsabläufe im Notfall

Bildmaterial

Häufige Notfälle

Internistische Notfälle

Neurologische Notfälle

Chirurgische und traumatologische Notfälle

Sonstige Notfälle

Bildmaterial

  1. Holzhausen et al.: Development of Entrustable Professional Activities for entry into residency at the Charité Berlin In: GMS Journal for Medical Education; 36(1):Doc5. 2019, doi: 10.3205/ZMA001213 . | Open in Read by QxMD .
  2. Peters et al.: Introducing an assessment tool based on a full set of end-of-training EPAs to capture the workplace performance of final-year medical students In: BMC Medical Education. Band: 19, Nummer: 1, 2019, doi: 10.1186/s12909-019-1600-4 . | Open in Read by QxMD .