• Klinik

Angioödem (Angioneurotisches Ödem…)

Abstract

Das Angioödem bezeichnet eine akute Schwellung von Dermis, Subkutis u./o. der Submukosa, die oft mehrere Tage anhält. Klassischerweise sind Augenlider, Lippen und Zunge betroffen, es kann aber auch zu einem lebensgefährlichen Glottisödem kommen. Es wird zwischen allergischem und nichtallergischem Angioödem unterschieden, wobei letzteres durch Medikamente und lymphoproliferative Erkrankungen ausgelöst oder selten auch autosomal-dominant vererbt wird. Sofern möglich, sollte die Therapie primär in der Meidung der Exposition gegenüber dem Auslöser bestehen; in der Akutsituation wird das allergische Angioödem mit systemischen Glucocorticoiden, Antihistaminika und ggf. Adrenalin behandelt, wohingegen beim hereditären Angioödem Bradykinin-B2-Rezeptor-Antagonisten und die Substitution von C1-Esterase-Inhibitor zur Anwendung kommen.

Ätiologie

Symptome/Klinik

Therapie

Beim akuten hereditären Angioödem ist die Gabe von Glucocorticoiden und Antihistaminika wirkungslos!

Komplikationen

  • Bei Larynxbeteiligung besteht akute Lebensgefahr

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

  • D84.-: Sonstige Immundefekte
  • T78.-: Unerwünschte Nebenwirkungen, anderenorts nicht klassifiziert
    • T78.3: Angioneurotisches Ödem
      • Quincke-Ödem
      • Urticaria gigantea
      • Exklusive: Urtikaria(L50.‑); Serumurtikaria (T80.6)

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.