• Klinik

Akute postinfektiöse Glomerulonephritis

Abstract

Die postinfektiöse Glomerulonephritis ist eine Entzündung der Glomeruli infolge einer Infektionskrankheit, die am häufigsten Kinder nach einer Streptokokken-Tonsillitis betrifft. Ursächlich ist ein immunologisches Geschehen, das zu Immunkomplexablagerungen an der Basalmembran der Glomeruli führt und auf diese Weise eine Schädigung mit nephritischem Sediment hervorruft. Klinische Zeichen sind grippale Beschwerden, Hämaturie und ggf. Ödeme und Hypertonie - diese Symptome zeigen sich jedoch nur in der Hälfte der Fälle. Bei entsprechender Anamnese kann die Diagnose mittels charakteristischer Laborwerte wie einem erhöhten ASL-Titer und einem erniedrigten C3-Komplement im Blut sowie einem nephritischen Sediment im Urin gesichert werden. Eine symptomatische Therapie mit Überwachung der Nierenfunktionen ist bei Kindern meist ausreichend und führt zur folgenlosen Abheilung. Erwachsene weisen eine schlechtere Prognose auf.

Epidemiologie

  • Betrifft insbesondere Kinder
  • Aufgrund konsequenter Antibiotikabehandlung und verbesserten Hygienemaßnahmen in den westlichen Ländern selten geworden

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.

Ätiologie

Pathophysiologie

Symptome/Klinik

Diagnostik

Pathologie

Therapie

Komplikationen

Komplikationen sind eher bei Erwachsenen zu erwarten.

Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Prognose

  • Ausheilung in der Regel innerhalb von 6–8 Wochen
    • Bei Kindern in >90% Ausheilung (Restitutio ad integrum)
    • Tlw. persistieren Urinauffälligkeiten (Proteinurie, Hämaturie) deutlich länger → Verlaufsbeobachtung daher wichtig!
  • Bei Erwachsenen verbleibt in ca. 50% der Fälle eine Einschränkung der Nierenfunktion

Prävention

Kodierung nach ICD-10-GM Version 2018

  • N08.-:* Glomeruläre Krankheiten bei anderenorts klassifizierten Krankheiten

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2018, DIMDI.