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Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle

Letzte Aktualisierung: 19.10.2018

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Abnorme Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle sind durch wiederholte Handlungen ohne begründbare Motivation gekennzeichnet. Die häufigsten Störungen sind das pathologische Spielen, die Pyromanie, die Kleptomanie und die Trichotillomanie. Diese Aktionen sind nicht kontrollierbar und schaden zumeist den betroffenen Patienten sowie ggf. anderen Menschen. Die Ursachen dieser Störungen sind zumeist nicht bekannt.

  • Glücksspielsucht (F63.0): Häufiges und wiederholtes episodenhaftes Glücksspiel, das die normale Lebensführung des betroffenen Patienten einschränkt und im Verlauf zum Verlust sozialer, beruflicher und familiärer Verpflichtungen führt.
  • Pathologische Brandstiftung (Pyromanie, F63.1): Häufiges Brandstiften an fremdem Eigentum und ständige Beschäftigung mit Feuer und Brand. Eine wachsende innere Spannung bis zur Handlung und starke Erregung sofort nach der Ausführung sind typisch.
  • Pathologisches Klauen (Kleptomanie, F63.2): Häufiges Stehlen von Gegenständen, die nicht der persönlichen Bereicherung dienen. Eine wachsende innere Spannung bis zur Handlung und starke Erregung sofort nach der Ausführung sind typisch.
  • Trichotillomanie (F63.3): Häufiges Ausreißen der Haare mit starkem Haarverlust. Eine wachsende innere Spannung bis zur Handlung und starke Erregung sofort nach der Ausführung sind typisch.

Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2021, DIMDI.

  1. Bandelow et al.: Kurzlehrbuch Psychiatrie. 2. Auflage Steinkopff 2008, ISBN: 978-3-798-51835-3 .