Virologie

Neue Superfruit? Wie Kaki-Tannine antiviral wirken

Tannine sind pflanzliche Gerbstoffe, die in vielen Pflanzen wie Kaffee, grüner/schwarzer Tee oder Kakis enthalten sind. Das Interessante an den Kaki-Tanninen ist ihre besondere Stärke gegen Viren: Weder behüllte noch unbehüllte Viren haben gegen sie eine Chance!

Die Tannine unreifer Kakis interagieren mit den Virusproteinen und verhindern so deren Anheftung an die Wirtszellen. Dadurch kann der Erreger nicht in diese eindringen und die Virusreplikation kommt zum Stillstand. Auch wenn die Untersuchungen zu den Wirkungen der Kaki-Tannine im Labor erfolgten und so natürlich nicht 1:1 auf den Menschen übertragbar sind, kann es aber sicher nicht schaden, die eine oder andere leckere Frucht zu genießen.

Am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag

Weltweit sind ca. 420 Millionen Menschen mit dem Hepatitis-B- oder C-Virus (HBV/HCV) infiziert, bis zu 600.000 davon in Deutschland. HCV ist ein RNA-Virus, das v.a. durch kontaminierte Nadeln übertragen wird. HBV ist dagegen ein DNA-Virus, das meist sexuell übertragen wird und gegen das es eine Impfung gibt.

Ein Großteil der akuten Hepatitiden verläuft asymptomatisch, weshalb sie unbemerkt einen chronischen Verlauf bis hin zur irreversiblen Leberzirrhose nehmen können. Dies betrifft v.a. die akute Hepatitis C, da 50–85% der unbehandelten Fälle chronifizieren. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie ist aus diesem Grund essentiell. Daher lautet das Motto des diesjährigen Welt-Hepatitis-Tages: „Findet die fehlenden Millionen!“

Die Grundlagen der Virologie sowie die wichtigsten Fakten zu Hepatitis B und Hepatitis C kannst du in AMBOSS nachlesen.