Da bleibt einem die Spucke weg

Vor mündlichen Prüfungen sind viele Menschen sehr aufgeregt. Aufregung bedeutet akuten Stress für unseren Körper: Der Mund fühlt sich trocken an, die Hände sind schwitzig, das Blut rauscht einem laut durch den Kopf und das Herz schlägt schneller. Bedanken darf man sich beim sympathischen Nervensystem.

In Stresssituationen wird der Sympathikus mit seiner leistungssteigernden Wirkung aktiv und stellt unseren Körper sozusagen auf „Kämpfen oder Flucht“ ein („fight or flight“). Die Verdauung wird heruntergefahren, was auch bedeutet, dass in den Speicheldrüsen weniger und schleimigeres Sekret produziert wird. Schweißsekretion, Herzfrequenz und Blutdruck steigen an, um die Muskulatur ausreichend mit Blut zu versorgen und zu kühlen.

Was bei einem Kampf gegen Bären und Säbelzahntiger hilfreich war, ist in mündlichen Prüfungen häufig lästig. Falls euch die Prüfer jedoch auffressen wollen, seid ihr natürlich bestens gewappnet.

Aber im Ernst: Ruhe bewahren, das AMBOSS-Kapitel über die mündliche Physikumsprüfung lesen, Prüfungssituationen mit Freunden durchspielen und vielleicht die ein oder andere Entspannungsübung einlegen – dann klappt es auch mit den Nerven.