Mhmmm...dein HLA riecht ausgezeichnet!

Wenn man jemanden anziehend findet, kann man ihn buchstäblich „gut riechen“. Die Wissenschaft ist sich einig, dass der Geruch einen entscheidenden Beitrag zur Partnerwahl leistet. Doch was genau riecht man da eigentlich?

Über den Schweiß wird eine persönliche Duftnote übermittelt und diese ist abhängig vom individuellen HLA-Profil. Bei den HLAs, den Human Leucocyte Antigens, handelt es sich um in der Zellmembran verankerte Glykoproteine, mit deren Hilfe das Immunsystem bspw. ”fremd” von “eigen” unterscheiden kann.

Bei der Partnerwahl ist aus evolutionsbiologischer Sicht entscheidend, dass sich das eigene genetische Material zugunsten des potentiellen Nachwuchs gut ergänzt. Da dessen Überlebenschancen insb. durch ein gut ausgebautes Immunsystem deutlich erhöht werden, empfindet man Personen attraktiver, deren HLA-Merkmale stark von den eigenen abweichen. Das haben Wissenschaftler in den 90er Jahren untersucht, indem sie Studentinnen den Geruch der verschwitzten T-Shirts ihrer Kommilitonen bewerten ließen und die Ergebnisse mit den HLA-Untersuchungen abglichen.

Es empfiehlt sich also, nicht nur die Augen bei der Partnerwahl offenzuhalten, sondern auch die Nase!