Warum muss ich das lernen? Löslichkeitsprodukt

Hast du auch schon einmal gehört, dass man nicht zu viel Rhabarber oder Spinat essen sollte? Dieser vielleicht etwas merkwürdigen Ernährungsempfehlung liegt ein simples chemisches Prinzip zugrunde: die Löslichkeit von Salzen.

Kationen und Anionen liegen in Lösung normalerweise getrennt voneinander vor und scheiden sich erst dann als Feststoff ab, wenn die Konzentration der Ionen das sog. Löslichkeitsprodukt des Salzes überschreitet. Die meisten Elektrolyte sind extrem gut löslich, sodass ihr Löslichkeitsprodukt selten oder nie überschritten wird. Eine Ausnahme bilden schwerlösliche Salze wie z.B. das Calciumphosphat oder das Calciumoxalat. Lebensmittel, die wie Rhabarber reich an Oxalat sind, können so tatsächlich zu einem Absinken der Calciumkonzentration führen – jedoch nur beim Verzehr größerer Mengen über einen längeren Zeitraum.

Im Vergleich zum Absinken der Elektrolytkonzentration ist das Abscheiden dieser Salze als Feststoffe jedoch problematischer, da sie in der Harnblase Steine bilden können.