Unser liebster Wachmacher: 1,3,7-Trimethylxanthin!

Es hilft gut gegen Morgenmuffelei, das postprandiale Tief am Mittag und liefert Anschubenergie für durchtanzte Nächte: Koffein! Doch warum steigern koffeinhaltige Getränke wie z.B. Kaffee merklich das Wachheitsgefühl und die Konzentration?

Die molekulare Ähnlichkeit durch ein Puringrundgerüst in Koffein und Adenosin liefert die Antwort. Adenosin ist Teil des Energieträgers ATP (Adenosintriphosphat) und entsteht u.a. bei dessen Abbau. Als Neuromodulator im ZNS bindet es an Adenosinrezeptoren. Dadurch hemmt es in hoher Konzentration die Ausschüttung von Noradrenalin, Dopamin sowie Acetylcholin und führt zur Freisetzung von GABA: Wir kommen in einen Erholungs- und Ruhemodus und werden folglich müder.

Koffein bindet als Antagonist an Adenosinrezeptoren und hemmt diese kompetitiv. Dadurch kann Adenosin kein “Ermüdungssignal” mehr senden und die Spiegel von Noradrenalin, Dopamin und Acetylcholin – und damit die Aufmerksamkeit – bleiben unverändert hoch bzw. erhöhen sich.